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S&P 500 nach Demokraten‑Sieg: Meta warnt vor Bremse bei Rechenzentren

S&P 500 nach Demokraten‑Sieg: Meta warnt vor Bremse bei Rechenzentren
Foto: Collage: Nature_iStock /Lemonsoup14_shutterstock
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Ingo Nix Heute, 11:26 ‧ Ingo Nix
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Der S&P 500 feiert den Doppelsieg der Demokraten im Kongress: Gestern schloss der Index 1,58 Prozent höher bei 7.688,62 Punkten. Die Statistik spricht für weiteren Rückenwind – in allen elf Fällen seit 1950, in denen die Demokraten nach einer Zwischenwahl beide Kammern hielten, lag der Index drei Monate später im Plus.

S&P 500 nach Zwischenwahlen: Was die Statistik zeigt

Gemessen ab dem Schlusskurs am Wahltag lag der Index in diesen elf Fällen nach drei Monaten im Schnitt 10,4 Prozent höher, nach sechs Monaten 16,5 Prozent und nach zwölf Monaten 15,4 Prozent. Ein Minus nach drei oder sechs Monaten gab es kein einziges Mal. Selbst im schwächsten Fall, 1978, stand nach drei Monaten ein Plus von 3,5 Prozent, nach sechs Monaten von 5,5 Prozent. Ab Januar regiert Trump zudem gegen einen demokratischen Kongress – unter geteilter Regierung brachte der S&P 500 seit 1953 laut Multiplo Invest im Schnitt 14,5 Prozent pro Jahr. Der Grund liegt in der Blockade: Große Gesetzesvorhaben brauchen künftig beide Parteien, das senkt das Risiko abrupter Kurswechsel in der Wirtschafts- und Steuerpolitik.

Ab Januar regiert Trump gegen einen demokratischen Kongress.
Quelle: Multiplo Invest (04.11.2026); Yardeni Research

Einen echten Machtwechsel in beiden Kammern wie jetzt gab es in dieser Reihe nur zweimal. 1954 legte der Index danach in drei Monaten 15,2 Prozent zu. Der jüngste Vergleichsfall dämpft: 2006 gewann der Index in drei Monaten nur 4,9 Prozent, nach sechs Monaten 9,2 und nach zwölf Monaten 6,7 Prozent – dann kam die Finanzkrise. Für einen Iran-Krieg gibt es kein historisches Muster.

Meta: Warum neue Rechenzentren schwieriger werden

Zudem trennt die Wahl Gewinner und Verlierer: KI-Chipwerte und Rechenzentrumsbetreiber gaben nach, Hyperscaler legten zu. Neue Rechenzentren in den USA zu bauen werde „sehr herausfordernd“, warnte Meta-Präsidentin Dina Powell McCormick auf der Tech-Konferenz des Wall Street Journal – jeder Hyperscaler prüfe inzwischen Standorte im Ausland. Für Meta steht viel auf dem Spiel: Der Konzern baut in hohem Tempo Rechenkapazität für persönliche KI-Agenten namens Muse auf, die seine 3,6 Milliarden Nutzer bedienen sollen. Dafür will er in diesem Jahr bis zu 145 Milliarden Dollar investieren.

Meta warnt: Neue Rechenzentren in den USA zu bauen werde nach dem Wahlsieg der Demokraten „sehr herausfordernd“.
Quelle: Wall Street Journal (WSJ-Tech-Konferenz, 04.11.2026)

Bestehende Standorte auszubauen bleibe leichter, weil die Gemeinden dort die Vorteile spürten, nicht die Kosten. Und mindestens ein frisch gewählter Gouverneur, der gegen Rechenzentren Wahlkampf gemacht hatte, bot laut Powell McCormick bereits ein Treffen nach der Amtseinführung an – man wolle die Investition und die Arbeitsplätze nicht an andere Standorte verlieren.

Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

Mit 7.688,62 Punkten schloss der S&P 500 knapp unter der 50-Tage-Linie bei rund 7.693 Punkten, dem ersten Widerstand. Darüber wartet das Rekordhoch bei 7.844,52 Punkten, der Index liegt 1,99 Prozent darunter. Unterstützung bietet die Zone von 7.520 bis 7.600 Punkten, in der Käufer zuletzt mehrfach zugriffen. Der Kurs liegt 5,03 Prozent über der 200-Tage-Linie bei rund 7.320 Punkten, der Aufwärtstrend ist intakt. Fällt die Unterstützung, rückt diese Linie in den Blick.


Als DER AKTIONÄR im November 1996 zum ersten Mal erschien, war Washington ebenfalls politisch geteilt – und der S&P 500 stand zum Jahresende bei 740,74 Punkten. Zuletzt war er trotz Dotcom-Crash, Finanzkrise und Coronapandemie mehr als zehnmal so hoch.

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