++ 5 Aktien auf Rebound-Kurs ++

Caterpillar‑Aktie: Minus 5,2 Prozent – bleibt die Zolllast jetzt?

Caterpillar‑Aktie: Minus 5,2 Prozent – bleibt die Zolllast jetzt?
Foto: Calibre Mining
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Ingo Nix Heute, 09:17 ‧ Ingo Nix
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Caterpillar verliert am Mittwoch 5,2 Prozent auf 591,30 Dollar. Entlastung bei der größten Kostenbaustelle bringt die Wahl nicht: Zölle bleiben auch mit einem demokratischen Kongress Sache des Weißen Hauses. Für 2026 rechnet der Baumaschinenkonzern mit Zollkosten von rund 2,2 Milliarden Dollar.

Caterpillar-Aktie: Was bedeuten die Zölle für die Marge?

Laut Morgan Stanley bleiben Handel, Zölle und Exportkontrollen weitgehend in der Hand der Regierung. Die Demokraten können Zollentscheidungen schärfer kontrollieren, eine Kehrtwende scheitert aber am Veto des Präsidenten. Allianz Research erwartet sogar, dass der effektive US-Zollsatz bis Januar 2027 auf rund 8,5 Prozent steigt. Dazu bleibt die Überprüfung des Handelsabkommens mit Mexiko und Kanada offen, das für Lieferketten über die Grenze wichtig ist. Für Caterpillar heißt das: Die Zollkosten dieses Jahres sind kein Ausreißer, sondern der Normalzustand. Schon zu den Zahlen vom 29. Oktober stellte das Management Margen am unteren Ende der Zielspanne in Aussicht.

Die Nachfrage ist dabei nicht das Problem. Der Auftragsbestand erreichte im dritten Quartal den Rekord von 78,1 Milliarden Dollar, das entspricht knapp 3,8 Quartalsumsätzen. Die Sparte Power & Energy, die unter anderem Stromaggregate für Rechenzentren liefert, wuchs um 30 Prozent. Der Engpass liegt in den Werken, die mit der Auslieferung kaum hinterherkommen.

Caterpillar (WKN: 850598)

Mit 591,30 Dollar schloss die Aktie 26,9 Prozent unter ihrer 200-Tage-Linie bei 809 Dollar. Die 50-Tage-Linie bei 771 Dollar verläuft bereits darunter, der Abwärtstrend seit dem Hoch bei 1.073 Dollar ist intakt. Erster Widerstand ist die offene Kurslücke vom Mittwoch zwischen 609 und 624 Dollar; ihre Oberkante liegt 5,52 Prozent über dem Schlusskurs. Wichtigste Unterstützung ist das 52-Wochen-Tief vom November 2025 bei 537 Dollar. Der Relative-Stärke-Index, der das Tempo der jüngsten Kursbewegung misst, steht bei 22,7 – Werte unter 30 gelten als überverkauft. Dazu wechselten mit 5,8 Millionen Aktien gut doppelt so viele Papiere den Besitzer wie im Schnitt. Ein Bruch von 537 Dollar würde den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr bedeuten.

Die Wahl ändert an der Rechnung von Caterpillar wenig. Die Zolllast bleibt, weil das Weiße Haus darüber entscheidet, und hält die Marge am unteren Ende der Zielspanne. Dagegen steht ein Rekord-Auftragsbestand, den die Werke erst abarbeiten müssen. Nächster Gradmesser sind die Zahlen von Deere am 25. November.

Welche Aktien nach dem jüngsten Ausverkauf vor einer Erholung stehen könnten, prüft DER AKTIONÄR in der neuen Ausgabe 46/26. Titelthema: „Die Rebound-Chance: 5 Tech-Aktien im Check“.

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