Was für ein Quartalsbericht! AppLovin hat mit seinen Zahlen für das dritte Quartal die Erwartungen der Wall Street pulverisiert. Die KI-gestützte Werbeplattform steigerte Umsatz und Gewinn kräftig. Auch der Ausblick übertraf die Prognosen. An der Börse löste das ein Kursfeuerwerk aus: Die Aktie legte nachbörslich um mehr als 20 Prozent zu.
- Umsatz: 2,18 Milliarden Dollar statt erwarteter 2,07 Milliarden Dollar (+55 Prozent).
- Gewinn je Aktie: 4,30 Dollar gegenüber einer Prognose von 4,03 Dollar.
- Bereinigtes EBITDA: 1,84 Milliarden Dollar statt erwarteter 1,73 Milliarden Dollar.
Die Zahlen haben es in sich. Während große Plattformen aus der digitalen Werbebranche im dritten Quartal lediglich Umsatzsteigerungen zwischen zehn und Mitte 20 Prozent meldeten, wuchs AppLovin um 55 Prozent. Beim Umsatz lag AppLovin rund 5,4 Prozent über den Erwartungen. CFO Matt Stumpf verwies zudem auf die deutlich höheren Margen im Vergleich zur Konkurrenz.
Hohe EBITDA-Marge
Auch beim Gewinn liefert das Unternehmen. Das bereinigte EBITDA kletterte um 59 Prozent auf 1,84 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow entsprach rund 65 Prozent des Umsatzes. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte etwa 84 Prozent. Der Gewinn je Aktie lag mit 4,30 Dollar über den Analystenschätzungen von 4,03 Dollar.
KI-Modell als nächster Wachstumstreiber
CEO Adam Foroughi sieht weiteres Potenzial. Die überarbeiteten KI-Werbemodelle wurden im vergangenen Quartal zunächst nur teilweise eingeführt. Bereits dieser Schritt habe Werbekunden dazu bewegt, ihre Budgets zu erhöhen. Mit dem weiteren Rollout sollen zusätzliche Effizienzgewinne folgen. Für das vierte Quartal stellt AppLovin einen Umsatz von 2,365 bis 2,395 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Mittelwert von 2,38 Milliarden Dollar liegt rund 5,5 Prozent über dem Analystenkonsens von 2,25 Milliarden Dollar. Beim bereinigten EBITDA werden 1,995 bis 2,025 Milliarden Dollar erwartet.
Zusätzlichen Rückenwind liefert das Aktienrückkaufprogramm. Der Konzern stockte die Ermächtigung für Rückkäufe um 3,2 Milliarden Dollar auf insgesamt 3,6 Milliarden Dollar auf.
Nachdem die Aktie im bisherigen Jahresverlauf zu den größten Verlierern gehörte, ging es nachbörslich um 22 Prozent aufwärts. Kein Wunder: Das starke Wachstum, die enormen Margen und der optimistische Ausblick geben der KI-Aktie neuen Rückenwind. Nach dem heftigen Kurssprung dürfte es nun darauf ankommen, ob sich die Erholungsrally in einen nachhaltigen Turnaround verwandelt oder als Strohfeuer erweist. Die Aktie ist aktuell keine laufende Empfehlung.
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