Starke Quartalszahlen von Amazon treiben die Erholung an der Wall Street am Freitag voran. Während der Nasdaq seine Erholung fortsetzt, verbucht der Dow Jones den vierten Gewinnmonat in Folge. Apple bremst das Marktgeschehen hingegen ein.
Die US-Börsen haben einen versöhnlichen Monatsabschluss hingelegt. Getrieben von gefeierten Zahlen aus dem Tech-Sektor schüttelten die großen Indizes die Sorgen vor weiter steigenden Anleiherenditen ab.
Der Dow Jones gewann 0,53 Prozent auf 52.485 Punkte und sicherte sich damit knapp den vierten positiven Monat in Serie. Der S&P 500 rückte um 0,70 Prozent auf 7.489 Zähler vor. An der Nasdaq setzte sich die Gegenbewegung ebenfalls fort: Der Composite kletterte um exakt 1,00 Prozent auf 25.373 Punkte, während der Nasdaq 100 um 0,60 Prozent auf 28.274 Zähler stieg.
Auf Wochensicht legten die Leitindizes leicht zu, im Monatsrückblick verbleibt für die Tech-Indizes nach heftigen Schwankungen jedoch ein deutliches Minus.
Anleiherenditen und Nahost-Lage belasten im Hintergrund
Marktteilnehmer sahen sich zum Wochenabschluss mit weiter kletternden Kapitalmarktzinsen konfrontiert. Die Rendite für 10-jährige US-Staatsanleihen zog auf über 4,7 Prozent an – den höchsten Stand seit Jahresbeginn.
Gleichzeitig stützen die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und Störungen in der Handelsroute durch das Rote Meer das hohe Preisniveau beim Rohöl, was den allgemeinen Inflationsdruck aufrechterhält.
Einzelwerte im Fokus: Amazon zieht an, Apple stürzt ab, Öl-Riesen bewegen sich
- Amazon (+15,0 Prozent): Der Online- und Cloud-Gigant übertraf im zweiten Quartal die Umsatzerwartungen der Wall Street deutlich. Starke Wachstumszahlen der Cloud-Sparte AWS untermauerten das Anlegervertrauen in die hohen Investitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
- Apple (-9,0 Prozent): Trotz eines Umsatzsprungs und starker iPhone-Verkäufe im abgelaufenen Jahresviertel enttäuschten ein schwächeres Service-Geschäft sowie ein verhaltener Ausblick aufgrund von Lieferengpässen die Anleger.
- ExxonMobil (-2,0 Prozent) & Chevron (+1,0 Prozent): Die beiden US-Ölkonzerne legten ihre Zahlen vor. Während Chevron die Wall-Street-Erwartungen übertraf, verfehlte ExxonMobil (neue ISIN US30233Q1085 durch Sitzverlegung nach Texas) das EPS-Ziel minimal, profitiert aber wie der Erzrivale Chevron von hohen Erträgen durch den hohen Ölpreis.
- Novo Nordisk (-10,0 Prozent): Ein Rückschlag in einer späten klinischen Herzstudie mit dem Hoffnungsträger Ziltivekimab verunsicherte Investoren und schickte das Papier der Dänen auf Talfahrt.
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Hinweis auf Interessenkonflikte:
Amazon-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple, ExxonMobil, Novo Nordisk.
31.07.2026, 22:22
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