Die US-Börsen steuern auf einen gemischten Handelsauftakt zu. Während Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung an der Straße von Hormuz die Ölpreise stabilisieren, belasten enttäuschende Ausblicke aus dem Halbleitersektor die Technologiewerte. Zudem steht bei SpaceX die erste Lock-up-Frist nach dem Börsengang an.
Eine halbe Stunde vor Handelsstart in New York notiert der Dow Jones rund 0,2 Prozent höher bei 54.590 Punkten. Auch der S&P 500 zeigt sich mit einem Plus von 0,06 Prozent bei 7.754 Zählern stabil. Dagegen gerät die Technologiebörse unter Druck: Der Nasdaq 100 verliert vorbörslich 0,72 Prozent auf 29.402 Punkte.
Entlastung in Nahost und solide Arbeitsmarktdaten
Geopolitisch blicken Anleger am Nachmittag auf den Nahen Osten. Iran und Oman stehen kurz vor einem Interimsabkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz für den Schiffsverkehr. Nach Angaben iranischer Vertreter sollen Frachtschiffe die Meeresstraße vorerst ohne Gebühren oder Maut passieren können. Das nimmt Druck von den Rohölnotierungen und sorgt für Erleichterung an den Märkten.
Unterstützung kommt auch von den Makrodaten. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche nur leicht um 1.000 auf 199.000 (Prognose: 204.000) und unterstreichen die anhaltende Robustheit des US-Arbeitsmarktes. Zudem stieg die Produktivität im zweiten Quartal mit 1,4 Prozent stärker als erwartet (Konsens: 0,6 Prozent), während die Lohnstückkosten mit einem Plus von 1,3 Prozent Moderation signalisieren.
Einzelwerte im Fokus: Speicherchips sacken ab, SpaceX vor Aktien-Freigabe
- SanDisk & Western Digital: Enttäuschende Umsatzprognosen für das laufende Quartal belasten die Speicherhersteller schwer. SanDisk fällt vorbörslich um knapp neun Prozent, Western Digital bricht um 14 Prozent ein.
- SpaceX: Bei der Raumfahrtfirma von Elon Musk läuft die erste Haltefrist (Lock-up-Frist) nach dem Börsengang ab. Bis zu 911 Millionen Aktien früherer Investoren dürfen nun schrittweise an der Börse verkauft werden. Nach einem Kursrutsch von über 13 Prozent am Vortag wegen gestiegener Kapitalausgaben für KI stabilisiert sich das Papier vorbörslich leicht (+1,5 Prozent).
- Motorola Solutions: Der Kamera- und Sicherheitsspezialist hebt nach starken Zahlen die Jahresziele für Umsatz und Gewinn an. Die Aktie legt vorbörslich um über sechs Prozent zu.
- AppLovin: Die Werbeplattform verfehlt beim EBITDA-Ausblick knapp die Erwartungen der Wall Street. Das Papier bricht vorbörslich um 19 Prozent ein.
- Moderna: Die Zulassung des neuen mRNA-Grippeimpfstoffs mFlusiva durch die FDA für Erwachsene ab 50 Jahren gibt Auftrieb. Der Kurs gewinnt vorbörslich vier Prozent.
- ConocoPhillips: Der Energiekonzern übertrifft dank hoher Energiepreise die Erwartungen beim Quartalsgewinn und verzeichnet vorbörslich ein Plus von knapp zwei Prozent.
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Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna, SpaceX.
Moderna-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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