Tesla hat an der Börse zuletzt etwas an Glanz verloren – die Aufmerksamkeit der Anleger gilt derzeit vor allem der Raumfahrtfirma SpaceX. Doch auch Tesla bekam zuletzt wieder Rückenwind und konnte etwas Boden gutmachen.
Tesla kommt beim groß angekündigten Plan von Firmenchef Elon Musk, den Elektroauto-Pionier auf Humanoide Roboter und selbstfahrende Robotaxis auszurichten, langsamer voran als noch vor wenigen Monaten in Aussicht gestellt. So sprach Musk im Rahmen der Vorlage der Q2-Zahlen nicht mehr von einer Serienproduktion des Humanoidne „Optimus“ in diesem Jahr. Musk begründete dies unter anderem mit der komplexen Entwicklung des humanoiden Roboters. Die Produktion werde deshalb nur langsam anlaufen.
Und dennoch hat die kanadische Bank RBC die Einstufung für Tesla nach einem Pressebericht, wonach der Elektroautobauer eine Trennung vom China-Geschäft erwägt, um den Weg für eine Fusion mit seiner Weltraumfirma SpaceX freizumachen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 480 Dollar belassen. Tesla habe den Bericht dementiert und würde diesen Weg wohl nicht einschlagen wollen, wenn es sich vermeiden ließe, schrieb Tom Narayan in einer Studie. Er halte eine Fusion aber weiterhin für wahrscheinlich, bei der Tesla einen Aufschlag auf seinen inneren Wert erhalten würde.
Für eine nachhaltige Neubewertung der Aktie braucht Tesla positive News in Sachen Cybercab, Optimus und der Terafab. Elon Musk konnte diese im letzten Earnings Call im Zuge der Q2-Zahlen nicht geben. Viele Kurstreiber wurden auf der Zeitschiene erneut nach hinten geschoben. Die Bewertung ist mit einem KUV von 12 und einem KGV von fast 200 für das Jahr 2027 nach wie vor sportlich. Sollte es jedoch zu einer Fusion von SpaceX und Tesla kommen, sollten Tesla-Aktionäre besser abschneiden als die Anteilseigner von SpaceX.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
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