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SpaceX: Umsatz toppt die Schätzungen, Aktie taucht ab...

SpaceX: Umsatz toppt die Schätzungen, Aktie taucht ab...
Foto: Shutterstock/KI-generiert
Space Exploration Technologies Corp. - %
Jochen Kauper 04.08.2026, 22:47 ‧ Jochen Kauper
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Der Umsatz von SpaceX lag im zweiten Quartal mit 7,81 Milliarden Dollar deutlich über den Analystenschätzungen von 6,93 Milliarden Dollar. Auch die einzelnen Geschäftsbereiche übertrafen die Erwartungen: Das Raumfahrtgeschäft erzielte 962 Millionen Dollar statt erwarteter 835 Millionen Dollar, Starlink kam auf 4,29 Milliarden Dollar gegenüber prognostizierten 3,83 Milliarden Dollar. Der KI-Bereich verbuchte 2,56 Milliarden Dollar Umsatz und lag damit ebenfalls über der Schätzung von 2,18 Milliarden Dollar. Der Verlust je Aktie fiel mit 9 Cent zudem geringer aus als der erwartete Verlust von 26 Cent.

Elon Musk
Quelle: Avalon.red/Photoshot/picture alliance/dpa
SpaceX-CEO Elon Musk

Der zentrale Geldbringer von SpaceX ist nach wie vor der Satelliten-Internetdienst Starlink. Auf Musks Internet aus dem All greifen unter anderem mehr Fluggesellschaften zurück. Das operative Ergebnis legte um 80 Prozent auf rund 1,66 Milliarden Dollar zu. Die Zahl der Starlink-Kunden wuchs binnen drei Monaten von 10,3 auf 12 Millionen. Mit neuen Satelliten soll Starlink auch direkt Smartphones ins Netz bringen und könnte so mit Telekommunikations-Firmen konkurrieren.


Auf den ersten Blick waren die Q2-Zahlen durchaus gut: Der Umsatz übertraf die Erwartungen der Wall Street deutlich, und auch der Verlust je Aktie fiel geringer aus. Problem: Die Investitionen liefen aus dem Ruder

SpaceX gab im zweiten Quartal rund 18,37 Milliarden Dollar für Investitionen aus – mehr als sechsmal so viel wie im Vorjahresquartal und deutlich mehr als die Analystenschätzung von etwa 13,22 Milliarden Dollar. Der größte Teil, rund 15,83 Milliarden Dollar, floss in die KI-Infrastruktur.

SpaceX
Quelle: Michael Yanow/NurPhoto/picture alliance/dpa

Weiterhin steht die Frage im Raum: Wie viel zusätzliches Geld muss das Unternehmen noch aufnehmen, um seine Pläne zu finanzieren?

Hinzu kommt der Verkaufsdruck durch das Auslaufen der Lock-up-Fristen.

Zwei Tage nach der Veröffentlichung der Zahlen läuft eine erste Frist aus. Dadurch können viele bisher gesperrte Aktien handelbar werden. Wenn frühe Investoren oder Mitarbeiter Gewinne mitnehmen, steigt das Angebot an Aktien – und das kann den Kurs auch bei guten Quartalszahlen belasten.

SpaceX (WKN: A42D4F)

SpaceX wächst zwar stark, verbrennt aber gleichzeitig gewaltige Summen für Rechenzentren, Chips und KI. Die Anleger bezweifeln offenbar, dass sich diese Investitionen schnell genug in Gewinne verwandeln.
Fakt ist: Die aktuelle Marktkapitalisierung von SpaceX – rund 1,4 Billionen Dollar – wird durch keine der heutigen Finanzkennzahlen gestützt. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis auf Basis des vergangenen Umsatzes liegt bei über 70.
Heißt: Ein großer Teil der SpaceX-Investmentstory ist eine Wette auf Musk: auf sein Versprechen, Rechenzentren im Weltraum zu bauen, eines Tages Menschen zum Mars zu schicken und gleichzeitig im KI-Wettbewerb erfolgreich zu sein. Spannendens Unternehmen, allerdings mit einer sehr üppigen Bewertung.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX.

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