Die Comebacks nach Corona
11.01.2021 Leon Müller

Bitcoin-Crash: Endlich!

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Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs ist nach atemberaubendem Anstieg am Sonntagabend schließlich in den freien Fall übergegangen. Noch ist der Sicherheitsfallschirm nicht aufgegangen, der Kurs fällt weiter. Einige schüttelt es, einige schauen bedröppelt drein. Das gehört dazu. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Der Sturz kam gerade noch rechtzeitig.

Auch wenn wir vom 2017er Hype selbst am Peak noch ein gutes Stück entfernt waren – gesund mutet der Anstieg des Bitcoin-Kurses in den vergangenen Wochen nicht an. Um weit über 100 Prozent ist die Notierung der weltgrößten Kryptowährung innerhalb weniger Wochen gestiegen, um mehrere hundert Prozent innerhalb der vergangenen Monate.

Heute ist einiges anders als „damals“. Der Bitcoin hat sich zu einer ernstzunehmenden Alternative zum sicheren Hafen Gold entwickelt. Das offenbaren jüngste Äußerungen von Investmentbanken und Vermögensverwaltern. Das zeigt die starke und breite Nachfrage.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Doch Märkte müssen atmen. Je schneller sie steigen, desto dünner wird die Luft, desto bedrohlicher die Höhe. Deswegen ist es richtig und wichtig, dass die Teilnehmer ihnen hin und wieder eine Pause gönnen. Zum Verschnaufen, zum Luftholen. Alles andere wäre ungesund.

Die Korrektur jetzt kommt daher gerade noch rechtzeitig. Zu stark ist die Notiz in zu kurzer Zeit gestiegen. Der Absturz sichert beides: Die Gewinne jener, die jetzt die Reißleine gezogen haben. Und die Chance zu vernünftigen Konditionen reinzukommen für alljene, die bisher nur staunend am Seitenrand standen.

Stimmen Sie ab: Wie schätzen Sie die Situation ein?

Langfristig, davon bin ich überzeugt, wird der bisherige Höchststand knapp unterhalb von 42.000 US-Dollar nicht mehr gewesen sein als ein Zwischenhalt. Allen, die sich jetzt mit erhobenem Zeigefinger darüber freuen, dass der freie Fall eingesetzt hat, weil sie „ja schon immer davor gewarnt haben“, sei die Schadenfreude gegönnt. Sie wird nur von kurzer Dauer sein.

Hinweis auf Interessenkonflikt: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

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