Keine Pause. Kein Erbarmen. Bitcoin rutscht heute erneut brutal ab und fällt am Abend unter 64.000 Dollar. Tagesminus: mehr als 13 Prozent! Damit beschleunigt sich der Abverkauf weiter. Wichtige Unterstützungen sind gebrochen, Zwangsliquidationen greifen um sich, der Markt verliert sichtbar den Halt.
Was als Korrektur begann, entwickelt sich zunehmend zu einem selbstverstärkenden Abwärtsstrudel. Seit dem Rekordhoch im Oktober hat sich der Kurs inzwischen halbiert. Allein in dieser Woche summieren sich die Verluste auf mehr als zwanzig Prozent. Die psychologisch wichtige Zone um 70.000 Dollar ist klar unterschritten – die Hoffnung auf eine schnelle Stabilisierung gleich mit.
Liquidationen in Milliardenhöhe
Treiber der Bewegung ist weniger eine einzelne Nachricht als die Marktmechanik. Hebelpositionen werden aufgelöst, Margin Calls ausgelöst, Longs zwangsliquidiert. In den vergangenen Tagen wurden Kryptowährungs-Positionen im Wert von mehreren Milliarden Dollar glattgestellt. Jede Verkaufswelle zieht die nächste nach sich.
Der Markt frisst sich selbst
Auch institutionelle Investoren ziehen sich zurück. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen erneut hohe Abflüsse. Was 2025 noch als Stütze galt, wirkt nun in die Gegenrichtung. Fonds verkaufen, um Rückgaben zu bedienen. Der Druck landet direkt im Markt.
„Diese anhaltenden Verkäufe deuten darauf hin, dass traditionelle Investoren das Interesse verlieren und der Pessimismus gegenüber Kryptowährungen wächst“, schrieb Deutsche-Bank-Analystin Marion Laboure.
Charttechnisch hat sich das Bild deutlich eingetrübt. Bitcoin ist unter langfristige Durchschnittslinien gefallen, die in früheren Phasen Halt boten. Ohne neue Käufer bleibt jede Erholung fragil. Der Blick richtet sich nach unten.
Der Abverkauf bleibt nicht auf Bitcoin beschränkt. Ether, Solana und andere große Token brechen ebenfalls zweistellig ein. Auch Krypto-ETFs und Unternehmen mit direkter Bitcoin-Exponierung geraten unter Druck. Der Stress greift um sich – typisch für beschleunigte Deleveraging-Phasen.
Kein sicherer Hafen. Wieder einmal. Bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Wird das eine nachhaltige Korrektur – oder kehrt nach der Panik gleich wieder die Lust auf Risiko zurück? Das wird sich frühestens in den nächsten Tagen zeigen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin, Ethereum.
Heute, 21:26