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20.03.2020 DER AKTIONÄR

Rohstoffmärkte trotzen Covid-19, ALGOreport auf Allzeithoch

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DAX
Trendthema

Losgelöst von den Aktienmärkten findet der Rohstoffhandel seit jeher in einem eigenen Universum statt. In Zeiten von Corona erweist sich dieses abgekoppelte Eigenleben als Glücksfall. Denn während DAX und Dow aktuell große Löcher in die Depots der Anleger reißen, beschert der Börsendienst ALGO­report seinen Kunden mit computergestütztem Rohstofftrading ein neues Allzeithoch.

DER AKTIONÄR hat mit den Rohstoffexperten Carsten Stork und Markus Hechler von CMCT Systems erörtert, wie Privatanleger mit Rohstofftrading ihr Depot auf ein höheres Niveau heben können.

Founding Partner CMCT Systems, vormals: Head of Institutional Trading, BHF-Bank, Managing Director & Global Head of Equity Trading, Dresdner Kleinwort
Carsten Stork

DER AKTIONÄR: Wie beurteilen Rohstoffexperten die aktuelle Situation am Aktienmarkt?

Carsten Stork: Der Absturz aufgrund der beiden schwarzen Schwäne Ölpreiskrise und Coronavirus ist natürlich gewaltig, jedoch darf nicht vergessen werden, dass die Aktienmärkte generell seit einigen Monaten historisch überbewertet waren. Wir hatten unsere Leser in unseren regelmäßig erscheinenden Reports bereits darauf hingewiesen.  

Welche Anzeichen konnten Sie beobachten? 

Markus Hechler: Der Aktienmarkt hat eine über zehn Jahre währende Hausse hinter sich. Gesunde Korrekturen, die während eines solch langen Zeitraums regelmäßig vorkommen sollten, wurden durch die Politik des billigen Geldes der Zentralbanken permanent unterdrückt. In dem vermeintlichen Wissen, dass die Kurse immer weiter steigen werden, entstand unter den Anlegern eine gewisse Sorglosigkeit, die sämtliche Warnsignale wie eine inverse Zinskurve oder die Zunahme der Zombie-Unternehmen ignorierte. Der Fear and Greed Index kannte nur noch die Gier und für enorm viele Anleger war der Risk-on-Modus bereits zum Dauerzustand geworden. Das abrupte Umschalten vom Risk-on- in den Risk-off-Modus aufgrund der Coronakrise erwischte auch Investmentprofis auf dem falschen Fuß und ließ manche Margin Calls eingehen, was wiederum zu weiteren Abverkäufen führte.  

Wie verhielt sich im Gegensatz dazu der Rohstoffmarkt? 

Carsten Stork: Das Öffnen virtueller Geldschleusen ist in der Welt des Rohstoffhandels eher von untergeordneter Bedeutung. Hier sind Angebot und Nachfrage noch vom realen Bedarf gesteuert. Während der Aktienmarkt immer neue Höhen erklomm, tendierten die Commodities in den letzten Monaten deshalb seitwärts.  

Aber vor Angst und Gier sind die hochvolatilen Rohstoffmärkte doch auch nicht gefeit? 

Markus Hechler: Natürlich nicht. Aber damit wir unbeeinflusst von Emotionen unsere Entscheidungen treffen können, nutzen wir das von uns entwickelte ALGO-GT-Signal. Dieser Signalgeber ist ein Algorithmus, der die Rohstoff- und Devisenmärkte weltweit nach statistisch immer wiederkehrenden Preismustern durchsucht, Chancen identifiziert und entsprechende Ein- und Ausstiegssignale liefert. Ohne Angst und ohne Gier. 

Aktuell liegen die Grenzkosten der Rohstoffproduktion unter dem Rohstoffpreisindex. Historisch betrachtet setzten daraufhin im Folgejahr immer massive Aufwärtsbewegungen ein. Stehen wir erneut vor einer Renaissance der Rohstoffmärkte? Weitere Informationen finden Sie unter: www.algoreport.de
Founding Partner CMCT Systems, vormals: Head of Equity Cash Trading, BHF-Bank, Managing Director Equity Trading, Dresdner Kleinwort
Markus Hechler

Dennoch ziehen Sie weitere Kriterien bei Ihrer Entscheidung für einen Trade zurate und überlassen nicht dem System das Geschehen. Doch kein Vertrauen in den Computer?

Carsten Stork: Das ALGO-GT-­Signal zeigt uns zwar zuverlässig an, wo es etwas zu holen gibt, aber bevor wir einen Trade eingehen, überprüfen wir als Mehrfachabsicherung anhand weiterer Indikatoren, ob das Set-up tatsächlich profitabel erscheint. Wir analysieren die Saisonalität, ein im schwankungsanfälligen Rohstoffsektor extrem wichtiger Faktor, das Marktumfeld sowie die Positionierung der Marktteilnehmer anhand der CoT-Daten. Erst wenn sich in Kombination aller Indikatoren inklusive ALGO-­GT-Signal ein geeignetes Trade-Set-up ergibt und die Ampeln auf Grün springen, lösen wir einen Trade aus. In der aktuellen Situation wurde auch das Risikomanagement an die erhöhte Volatilität angepasst und wir setzen einige Trades nur mit 50 Prozent des Gesamtvolumens um. 

Markus Hechler: Die Nachteile von zu 100 Prozent computergestützten Tradingstrategien sind gerade in der Coronakrise sehr gut zu beobachten. Viele der verwendeten Indikatoren reagierten zu träge auf die abrupte Abverkaufssituation und zeigten noch grünes Licht, als die Kurse bereits mehrere Tage hintereinander tiefrot auf den Bildschirmen erschienen. Gibt es da keinen Trader, der aktiv in das Geschehen eingreift, kaufen die automatisierten Handelssysteme einfach weiter zu, statt die Papiere abzustoßen.  

In anderen Fällen verkaufen die Computer viel zu schnell. Wir haben aktuell einen profitablen Forex-Trade im EUR/USD-Währungspaar am Start, den ein reines Trendfolgesystem nach wenigen Pips automatisch verkauft hätte. So gesehen ist die verwendete Mischung beim ALGO-Trading die ideale Kombination von Mensch und Maschine. 

Wie schätzen Sie die Aussichten für den Commodity-Markt angesichts der Lage ein? Sind Sie positiv gestimmt? 

Carsten Stork: Absolut! Wir haben seit Auflage des ALGOreport im August 2019 eine Performance von +24 Prozent erzielt, Tendenz weiter steigend. Aktuell stehen wir vor einer großen Renaissance der Rohstoffmärkte und sind zuversichtlich, davon mit unserem ALGO-Trading profitieren zu können. 

Weshalb glauben Sie an einen kommenden Boom der Rohstoffmärkte? 

Markus Hechler: Beachten Sie folgendes Setting: Um einen Rohstoff zu erzeugen, benötigt der Produzent eine zufriedenstellende Marge, damit sich die Herstellung lohnt. Sind die Rohstoffpreise niedriger als die Herstellkosten, reduziert das Unternehmen die Produktion und bedient die Nachfrage temporär aus Lagerbeständen. Da bei reduziertem Angebot und gleichbleibender Nachfrage der Preis nicht unter ein bestimmtes Niveau fallen kann, wird auf diese Art ein natürlicher Boden gefunden, von dem es wieder aufwärtsgeht. Und jetzt halten Sie vergleichbare Ereignisse aus der Vergangenheit neben die gegenwärtige Krisensituation. Beim Platzen der Dotcom-­Blase im Jahr 2000/2001 lagen die durchschnittlichen Produktionsgrenzkosten fünf Prozent unter dem Rohstoffindexpreis. 2002 lagen die Rohstoffpreise bereits wieder 20 Prozent höher. Aktuell befindet sich der Rohstoffindexpreis auf dem Niveau der Finanzkrise von 2008. Die Grenzkosten lagen damals sieben Prozent unter dem Index und stiegen 2009 auf circa 70 Prozent des Vorjahresniveaus an. Wir können somit von erheblichen Steigerungen in nächster Zeit ausgehen. Diese werden wir mit unserem ALGO-GT-Signal zu nutzen wissen. 

Wie können interessierte Privatanleger Ihr System und Ihre Erfolgsperformance für sich nutzen? 

Wir bieten über den Börsendienst ALGO­report – www.algoreport.de – ein umfangreiches Servicepaket an. Kunden erhalten einen ausführlichen 14-täglichen Report via Mail sowie über einen exklusiven SMS-Signaldienst alle notwendigen Handlungsempfehlungen und Informationen, um die ALGO-Trades 1:1 abzubilden. Die Reports enthalten neben einer Watchlist mit den ausgeworfenen ALGO-GT-Signalwerten und unseren Einschätzungen bezüglich der weiteren Indikatoren ein Optionsschein-Depot, Empfehlungen zu Futures und Aktien und viele zusätzliche Informationen aus der Welt der Rohstoffe, die Abonnenten nach und nach selbst zu Experten werden lassen. Da der Informationsbedarf zum Thema sehr groß ist, werden wir unsere Erfahrung auch in ein Buch einfließen lassen, das bereits in Planung ist. 

Dieser Artikel ist in DER AKTIONÄR Nr. 13/2020 erschienen, welches Sie hier als PDF gesamt herunterladen können.

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