Geopolitische Spannungen setzten die US-Märkte am Freitag erneut unter Druck. Nach scharfen Aussagen von Donald Trump gegenüber dem Iran stieg die Nervosität der Anleger deutlich. Der Dow Jones schloss am Ende 1,0 Prozent tiefer bei 47.501,55 Punkten. Für den S&P 500 ging es um 1,3 Prozent auf 6.740,02 Punkte nach unten.
US-Präsident Donald Trump hat am Freitag erklärt, dass es kein Abkommen zur Beendigung des US-Krieges gegen den Iran geben werde, solange Teheran nicht „bedingungslos kapituliert“. An den Märkten hat das die Verunsicherung erhöht.
Zusätzlicher Druck kam von US-Arbeitsmarktdaten. Der Arbeitsmarkt hat demnach im Februar überraschend geschwächelt. Statt eines Stellenaufbaus verlor die US-Wirtschaft 92.000 Jobs, während die Arbeitslosenquote leicht auf 4,4 Prozent stieg – Ökonomen hatten zuvor mit neuen Stellen gerechnet. Auch das trug dazu bei, dass der Dow am Ende die schwächste Woche seit fast einem Jahr verbuchen musste.
Die schwachen Daten nähren Zweifel an der Stärke der US-Konjunktur und könnten die Zinspolitik der US-Notenbank beeinflussen, zumal die Jobverluste mehrere Branchen trafen.
Die Aktie des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock stand besonders unter Druck. Auslöser waren neue Sorgen rund um den gigantischen Private-Credit-Markt. Anleger reagierten nervös und schickten BlackRock um mehr als sieben Prozent nach unten.
Die Aktie von Palantir hat hingegen weiter Fahrt aufgenommen. Zeitweise lag sie am Freitag über fünf Prozent im Plus. Auf Wochensicht summiert sich das Plus sogar auf rund 20 Prozent.
Marvell Technology ist nach starken KI-Impulsen regelrecht explodiert und legte über 17 Prozent zu. Anleger setzen verstärkt darauf, dass der Chipkonzern vom Boom rund um Rechenzentren und künstliche Intelligenz profitiert.
Der US-Einzelhandelsriese Costco hat ebenfalls erneut starke Zahlen vorgelegt. Umsatz und Gewinn erreichten neue Rekorde – getragen von hoher Kundentreue und steigenden Mitgliederzahlen.
Meta sieht sich hingegen erneut mit Kritik konfrontiert: Berichte über mögliche Datenschutzprobleme bei einer KI-gestützten Smart-Brille sorgen für Aufsehen. Demnach könnten Geräte unbemerkt private Szenen filmen – ein möglicher neuer Überwachungsskandal rund um den Tech-Konzern.
Tesla bekommt im Batteriewettlauf derweil neuen Druck aus China: BYD hat eine neue Technologie vorgestellt, die bei Ladezeit und Reichweite für Aufsehen sorgt. Die Entwicklung verschärft den Wettbewerb im E-Auto-Sektor. Sowohl BYD als auch Tesla verbuchten zum Wochenschluss leichte Verluste.
Unter Druck stand am Freitag auch der Bitcoin. Die Kryptowährung ist wieder unter die Marke von 70.000 Dollar gerutscht. Nach der starken Rally der vergangenen Wochen mehrten sich Gewinnmitnahmen. Zudem sorgt ein vorsichtigeres Sentiment an den Finanzmärkten für Gegenwind.
06.03.2026, 22:05