Der DAX trotzt dem US-Angriff auf Venezuela und setzt seinen positiven Start ins neue Jahr 2026 fort. Am Montag folgt der deutsche Leitindex den positiven Vorgaben der asiatischen Märkte, klettert im frühen Handel um knapp ein Prozent auf bis zu 24.777 Punkte und markiert damit ein neues Allzeithoch.
Nach dem starken Börsenjahr 2025 schaltet der deutsche Aktienmarkt direkt wieder in den Vorwärtsgang. Der DAX überspringt zum Wochenauftakt die Marke von 24.700 Punkten, der MDAX zieht mit und steigt auf über 31.200 Punkte. Anleger blenden geopolitische Risiken aus und setzen stattdessen auf Konjunktur, Kapitalströme und strukturelle Themen.
Wesentliche Impulse kommen aus Asien. In Tokio startet der Nikkei mit einem Plus von mehr als drei Prozent ins neue Jahr, gestützt von einem schwachen Yen und positiven Signalen aus der Halbleiterbranche. Auch die chinesischen Festlandsbörsen legen deutlich zu. Diese Vorgaben sorgen in Europa für Rückenwind.
Fundamental spekuliert der Markt auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft. Infrastrukturprogramme, steigende Verteidigungsausgaben und Reformhoffnungen unter der neuen Bundesregierung rücken stärker in den Fokus. Entsprechend gefragt sind Autohersteller, IT-Dienstleister sowie Rüstungswerte. Der ungelöste Ukraine-Krieg hält die Nachfrage nach Verteidigungstiteln hoch.
Ölpreise fallen
Bemerkenswert gelassen reagiert der Ölmarkt auf die Eskalation in Venezuela. Die Preise geben leicht nach. Die Referenzsorte Brent rutscht zum Wochenstart unter 61 Dollar je Barrel. Die Aussicht, dass US-Konzerne die Förderung in dem rohstoffreichen Land ausweiten könnten, wirkt preisdämpfend. Sinkende Energiepreise entlasten Industrie und Verbraucher.
Rheinmetall läuft vorneweg
Unter den Einzelwerten stechen neben Rheinmetall mit einem Plus von zur Stunde 6,6 Prozent Infineon (plus 2,6 Prozent), Siemens Energy (plus 2,4 Prozent) und Daimler Truck (plus 2,3 Prozent) hervor. Auch die lange gebeutelte Bayer-Aktie setzt ihre Rally fort und steigt um 2,2 Prozent.
05.01.2026, 09:23