Der DAX hat sich am Freitag mit deutlichen Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Er verlor am Ende zwei Prozent auf 22.380,19 Punkte. Und auch der Start in die neue Woche sieht wenig freundlich aus. Der Broker IG taxiert den DAX am Montagmorgen 1,3 Prozent tiefer auf 22.079 Punkte.
Im Fokus steht weiter der Krieg im Iran und die damit verbundenen gestiegenen Energiepreise. Derzeit ist keine Normalisierung der Rohstofflieferungen erkennbar. Zuletzt hat sich die Lage erneut verschärft. Trump hatte dem Iran in der Nacht zum Sonntag mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Der Iran drohte Trump im Gegenzug mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus.
Auf der Terminseite ist es am Montag relativ ruhig. Salzgitter und Ströer veröffentlichen Quartalszahlen. Zudem treten einige Indexänderungen in Kraft. Während es im DAX keine Wechsel gibt, dreht sich beim MDAX und SDAX einiges. Deutz, Jenoptik und Salzgitter sind ab heute neu im MDAX, Carls Zeiss Meditec, Fielmann und Teamviewer steigen hingegen in den SDAX ab. Neu im SDAX ist außerdem Init. PSI fällt zudem aus dem SDAX raus.
Im Blickfeld der Anleger dürften die Gewinner und Verlierer im DAX vom Freitag bleiben. Heidelberg Materials, Infineon, Brenntag, Continental und Adidas waren hier am stärksten. E.on, SAP, Zalando, Siemens Energy und MTU Aero Engines waren hingegen am DAX-Ende zu finden.
Die Ölpreise haben zuletzt wieder leicht zugelegt, Gold und Silber stehen hingegen deutlich unter Druck. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet derzeit knapp 113Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei rund 99 Dollar. Eine Feinunze Gold kostet am Montagmorgen 4.325 Dollar, eine Feinunze Silber 64,94 Dollar. Ein Bitcoin wird derzeit für 68.743 Dollar gehandelt.
Die US-Börsen tendierten am Freitag deutlich schwächer. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor ein Prozent auf 45.577,47 Zähler. Der marktbreite S&P 500 gab 1,5 Prozent nach auf 6.506,48 Zähler. Und der technologielastige Nasdaq 100 verzeichnete ein Minus von 1,9 Prozent auf 23.898,15 Punkte.
An den wichtigsten asiatischen Börsen geht es am Montagmorgen kräftig nach unten. Der japanische Leitindex Nikkei 225 verliert 3,3 Prozent. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gibt 3,7 Prozent nach. Der CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien notiert 3,0 Prozent tiefer.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
Heute, 06:53