Der DAX hat am Donnerstag in einem Umfeld wieder höherer Ölpreise etwas nachgegeben. Aus dem Handel ging er mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 23.589,65 Punkten. Der Start in den Freitag dürfte recht ruhig verlaufen. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex am Morgen 0,1 Prozent höher auf 23.617 Punkte.
Weiter klar im Blickfeld bleibt der Krieg im Iran und die damit verbundene Entwicklung am Energiemarkt. Es ist heute der zehnte Handelstag nach dem Kriegsausbruch. Der Schiffsverkehr durch die für den weltweiten Ölexport wichtige Straße von Hormus ist zuletzt nahezu zum Erliegen gekommen. Die US-Regierung hat nun grünes Licht gegeben, dass Länder zeitweise russisches Öl kaufen dürfen, das bereits auf Schiffen vorhanden ist, um das weltweite Öl-Angebot zu erhöhen.
Auf der Terminseite ist es heute relativ ruhig. Die Allianz legt ihren Geschäftsbericht vor. Bei der Lufthansa läuft der zweite Tag des Pilotenstreiks. Am Vorabend nach US-Börsenschluss hat bereits Adobe Zahlen vorgelegt. Nachbörslich ging es hier fast acht Prozent nach unten.
Anleger dürften derweil die Gewinner und Verlierer aus dem DAX vom Vortag im Blick behalten. Zalando, Brenntag, BASF, Hannover Rück und Symrise waren hier am stärksten. Deutsche Bank, Heidelberg Materials, Commerzbank, Continental und Infineon waren hingegen am DAX-Ende zu finden.
Die Ölpreise sind zuletzt wieder etwas gestiegen, auch der Bitcoin konnte etwas zulegen. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet derzeit 101 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei rund 96 Dollar. Eine Feinunze Gold kostet am Dienstagmorgen 5.108 Dollar, eine Feinunze Silber 84,19 Dollar. Ein Bitcoin wird derzeit für 71.537 Dollar gehandelt.
Die US-Börsen verzeichneten am Donnerstag deutliche Verluste. Der Leitindex Dow Jones gab 1,6 Prozent nach auf 46.677,85 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verlor 1,5 Prozent auf 6.672,62 Zähler. Und der technologielastige Nasdaq 100 verzeichnete ein Minus von 1,7 Prozent auf 24.533,58 Punkte.
Die wichtigsten asiatischen Börsen finden am Freitagmorgen keine einheitliche Richtung. Der japanische Leitindex Nikkei 225 verliert 1,2 Prozent. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gibt 0,6 Prozent nach. Der CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien notiert 0,1 Prozent höher.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
Heute, 06:49