Die geopolitische Krise im Nahen Osten rund um den Iran hält die Marktteilnehmer unverändert in Atem. An der Wall Street verloren Dow Jones und der marktbreite S&P 500 jeweils rund 1,5 Prozent. Etwas deutlicher fielen die Kursverluste beim Nasdaq 100 aus. Indes stiegen die Öl-Preise weiter dynamisch an.
"Der Iran hat es mit vergleichsweise begrenzten Mitteln geschafft, den für die Weltwirtschaft so wichtigen Seetransport durch die Straße von Hormus den mittlerweile zwölften Tag in Folge lahmzulegen", konstatierte Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Die beiden brennenden Tanker vor der Küste Iraks und die Evakuierung des Ölhafens im Oman demonstrierten Irans unveränderte Bereitschaft, Öl als Waffe einzusetzen. "Solange der Iran die Straße von Hormus kontrolliert, werden sich die Finanzmärkte nicht nachhaltig beruhigen."
Ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent kostete zuletzt wieder rund 100 US-Dollar, was die Inflationssorgen der Anleger weiter anheizt. Unter den Einzelwerten stiegen dementsprechend Öl-Werte weiter an. So gewannen ExxonMobil, ConocoPhillips und Chevron bis zu drei Prozent. Die Aktie von Occidental Petroleum legte sogar um gut fünf Prozent zu.
Indes standen Papiere von Kreuzfahrgesellschaften, die unter Reiseabsagen leiden, auf den Verkaufszetteln der Anleger. So sackten Carnival und Royal Caribbean um bis zu knapp acht Prozent auf. Auf dem deutschen Kurszettel ist bereits im Laufe des Tages die Aktie von TUI auf ein neues Jahrestief gefallen.
Die haussierenden Öl-Preise durch den schwelenden Iran-Krieg ohne Signale der Entspannung belasteten die US-Börsen am Donnerstag. Die weiteren Entwicklungen werden die Börsen kurzfristig weiter in beide Richtungen mächtig bewegen. DER AKTIONÄR wird für Sie über weiter über die wichtigsten börsenrelevanten Entwicklungen berichten.
Enthält Material von dpa-AFX
12.03.2026, 21:02