Nach drei positiven Handelstagen in Folge ist der DAX zur Wochenmitte zurückgefallen. Der deutsche Leitindex büßte 1,4 Prozent ein und schloss bei 25.104,36 Punkten. Noch am Vortag hatte er zeitweise die Marke von 25.500 Zählern überschritten. Auch der MDAX geriet unter Druck und sank um 1,4 Prozent auf 30.112,41 Punkte.
Vor dem Start der kommenden Berichtssaison agierten die Marktteilnehmer vorsichtiger. Belastend wirkten zudem der Anstieg der Ölpreise und die weiterhin hohen Renditen an den Anleihemärkten. Besonders die französischen Staatsanleihen standen dabei im Fokus.
Nach Einschätzung der Privatbank Merck Finck werden die Risiken der europäischen Staatsschulden an den Finanzmärkten nach wie vor unterschätzt. Frankreichs Zentralbankpräsident Emmanuel Moulin warnte unterdessen im Gespräch mit „France Inter Radio“, sein Land befinde sich mit Blick auf das Haushaltsdefizit durchaus in einer kritischen Zone. Der Etatplan für 2027 müsse dazu beitragen, das Vertrauen der Finanzmärkte zu stabilisieren.
Beste Werte im DAX waren Scout24, Deutsche Telekom und Siemens Healthineers mit Zugewinnen von bis zu 2,4 Prozent.
Der Automobilsektor stand am deutschen Aktienmarkt im Fokus. Die Europäische Union bereitet laut Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen Schutzmaßnahmen vor, um die Einfuhr chinesischer Hybridfahrzeuge zu begrenzen. Der Branche verlieh das nur vorübergehend Rückenwind. Als einziger Gewinner der Branche aus dem DAX konnte Volkswagen mit einem Plus von 1,3 Prozent aus dem Handel gehen.
Bei den Einzelwerten sorgten zudem Porsche AG und Mercedes-Benz für Schlagzeilen. Porsche will angesichts der Schwäche des Sportwagengeschäfts in den kommenden Jahren Kosten senken und sich stärker auf besonders margenstarke Fahrzeuge konzentrieren. Die MDAX-Aktie schwankte deutlich und schloss am Ende 3,4 Prozent im Plus. Mercedes-Benz meldete im dritten Quartal erneut einen Einbruch der Absätze in China. Die Aktie verlor im DAX 2,1 Prozent.
Schwächer zeigte sich der Technologiesektor. Gewinnmitnahmen und Zurückhaltung vor den Quartalszahlen großer asiatischer Technologiekonzerne prägten das Geschehen. Infineon büßten 5,8 Prozent ein. SUSS MicroTec waren mit minus 9,3 Prozent der schwächste MDAX-Wert.
Fresenius Medical Care sackten am DAX-Ende um fast sieben Prozent ab. Bei dem Dialysekonzern kommt es überraschend zu einem Chefwechsel. Im SDAX setzte sich Redcare Pharmacy mit einem Plus von fast elf Prozent an die Spitze. Positive Analystenkommentare nach der jüngsten Prognoseerhöhung gaben den Papieren der Online-Apotheke Auftrieb.
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