Die Aktie von Mercedes-Benz konnte heute nur kurzzeitig zulegen. Die Aussicht auf europäische Importbeschränkungen gegen Hybridautos aus China hat am Mittwoch den Automobilsektor insgesamt nur kurz gestützt. Zuletzt ging es erneut deutlich nach unten bei der Aktie des Stuttgarter Autobauers. Ein erneuter Einbruch in China hat Mercedes-Benz die Verkäufe im dritten Quartal verhagelt.
Mercedes-Benz bekommt die Schwäche des chinesischen Automarkts zu spüren. Im dritten Quartal verkaufte der DAX-Konzern weltweit 407.200 Pkw. Damit lag der Absatz um acht Prozent unter dem Vorjahreswert, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Besonders stark fiel der Rückgang in China aus: Dort fanden mit 86.800 Fahrzeugen fast ein Drittel weniger Autos Abnehmer als ein Jahr zuvor. Zuwächse in Deutschland und den USA reichten nicht aus, um das Minus auszugleichen. Außerhalb Chinas legte der Pkw-Absatz im dritten Quartal zum dritten Mal in Folge gegenüber dem Vorjahr zu. Für China sprach der Konzern hingegen von einem weiterhin schwierigen Marktumfeld und intensivem Wettbewerb.
Auch das Top-Segment entwickelte sich enttäuschend. Die Verkäufe von Modellen wie der S-Klasse, der Luxusmarke Maybach und den AMG-Fahrzeugen gingen um etwas mehr als 20 Prozent zurück.
Deutlich besser lief es bei den Elektroautos. In Europa war im Berichtsquartal nahezu jeder dritte verkaufte Pkw vollelektrisch. Nach Angaben von Vertriebsvorstand Mathias Geisen erzielte Mercedes-Benz damit den höchsten Quartalsabsatz vollelektrischer Fahrzeuge in der Unternehmensgeschichte. Die gute Nachfrage nach den neuen Elektromodellen zeige, dass die Modelloffensive voranschreite.
Die Aktie von Mercedes-Benz verlor zuletzt mehr als zwei Prozent auf 39,83 Euro und rutschte damit auf den tiefsten Stand seit 2020. DER AKTIONÄR rät Anlegern bei Mercedes-Benz und weiterhin an der Seitenlinie zu bleiben. Auf der Empfehlungsliste im Autosektor stehen weiterhin Tesla und Ferrari.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Mercedes-Benz.
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