Der Kursverlauf der Mercedes-Benz-Aktie in den vergangenen Jahren ist ein absolutes Trauerspiel. Ausgehend vom 2024er-Hoch bei 76,55 Euro hat sich der Kurs des DAX-Konzerns mittlerweile nahezu halbiert. Bisher hatte das Vorstandsteam um Ola Källenius keine Idee, wie man das Ruder rumreißen könnte, in dieser Woche kündigte man zwei Maßnahmen an.
So will Mercedes-Benz sein freiwilliges Abfindungsprogramm für Beschäftigte in Deutschland erneut anbieten. Der Start ist nach Angaben des Autobauers für Dezember geplant. Über die Neuauflage hatten zuvor bereits mehrere Medien berichtet.
Der Konzern erklärte, mit dem laufenden Sparprogramm seien wichtige Maßnahmen angestoßen worden, um Mercedes langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen. Nun sollen weitere organisatorische Veränderungen in den indirekten Unternehmensbereichen möglichst sozialverträglich umgesetzt werden. Dafür will Mercedes Beschäftigten individuelle Abfindungsangebote unterbreiten. Angesprochen werden vor allem Tarifmitarbeiter, teilweise aber auch Führungskräfte.
Am Grundsatz der doppelten Freiwilligkeit hält der Autobauer fest: Ein Ausscheiden kommt nur zustande, wenn sowohl der jeweilige Beschäftigte als auch das Unternehmen zustimmen.
Darüber hinaus plant Mercedes offenbar eine Änderung der Regelungen zur Präsenzarbeit. Beschäftigte sollen künftig grundsätzlich wieder an vier Tagen pro Woche im Büro oder an ihrem jeweiligen Standort arbeiten. Eine neue Konzernbetriebsvereinbarung soll "es Führungskräften ermöglichen, für Vollzeitbeschäftigte bis zu vier Präsenztage pro Woche ohne Begründung festzulegen", erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. "Ziel ist es, dass diese vier Tage künftig der Standard sind", ergänzte er. Die bisherige Konzernbetriebsvereinbarung hat Mercedes nach eigenen Angaben gekündigt. Welche konkreten Vorteile für die Ergebnisentwicklung diese Neuregelung bringen soll, ließ der Vorstand offen.
Die Maßnahmen in Deutschland werden kaum dazu führen, dass Mercedes-Benz dadurch die Trendwende gelingt. Das größte Problem bleibt die schwache Entwicklung in China (mehr dazu lesen Sie hier). Anleger sollten daher weiter an der Seitenlinie verharren und nicht ins fallende Messer greifen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Mercedes-Benz.
Heute, 07:27
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