Massiv nach unten geht es heute bei der Aktie von Fresenius Medical Care. Mit einem Minus von 6,7 Prozent ist sie der größte Verlierer des Tages im deutschen Leitindex DAX und verliert damit sogar noch stärker als Infineon. Grund ist ein überraschender Wechsel an der Vorstandsspitze.
Wie heute bekannt wurde, wird die langjährige Vorstandsvorsitzende Helen Giza zum Ablauf des 11. Oktober aus dem Unternehmen ausscheiden. Wie es heißt, hat der Aufsichtsrat einstimmig beschlossen, Shervin Korangy mit Wirkung zum 12. Oktober zum neuen Konzernchef zu bestellen.
„Es ist ein Privileg, Fresenius Medical Care in die nächste Phase führen zu dürfen. Das mir entgegengebrachte Vertrauen ehrt mich und ich empfinde es als eine große Verantwortung gegenüber jedem der fast 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Organisation sowie den Hunderttausenden Patientinnen und Patienten, die FME versorgt. Das Gesundheitswesen befindet sich in einem rasanten Wandel mit sich verändernden Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten und neuen Versorgungsmodellen. FME hat eine einzigartige globale Plattform, starke Marktpositionen und nach FME25+ ein erheblich gestärktes Fundament. Mein Fokus wird darauf liegen, Chancen zu identifizieren, um Innovation zu beschleunigen, den Zugang zur Gesundheitsversorgung auszuweiten, Ergebnisse zu verbessern und langfristiges profitables Wachstum voranzutreiben. Ausgangspunkt wird dabei stets der Dialog mit unseren Stakeholdern sein“, sagte Korangy.
Gründe für ihren Abgang Gizas nannte der DAX-Konzern nicht, ebenso wenig Hinweise auf eine mögliche strategische Neuausrichtung. Diese Unsicherheit dürfte Anleger verschreckt haben, zumal der Wechsel binnen weniger Tage vollzogen wird. Giza gilt als Architektin der Sanierung: Mit dem Effizienzprogramm FME25+ sank die Kostenbasis um rund 1,2 Milliarden Euro. Korangy saß bislang im Aufsichtsrat, dieses Mandat legte er nieder, und leitete zuletzt BVI Medical.
Die Aktie von FMC war gerade dabei, sich zu stabilisieren. Mit dem heutigen Kursrutsch hat sich das Chartbild erneut eingetrübt. Das Papier befindet sich nicht auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR. DER AKTIONÄR setzt stattdessen weiterhin auf Fresenius.
Heute, 18:01
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