Der deutsche Aktienmarkt hat gestern, am Dienstag, fester geschlossen: Der DAX gewann 0,8 Prozent auf 25.449 Punkte. Heute, am Mittwoch, deutet sich ein schwächerer Auftakt an. Auf der IG-Plattform wurde der Leitindex zu diesem Zeitpunkt bei rund 25.330 Punkten gestellt, das sind 0,5 Prozent weniger als zum Xetra-Schluss.
Das Thema des Tages bleibt das Zusammenspiel von Ölpreis und Renditen. Gestern hatte ein zeitweise deutlicher Rückgang des Ölpreises die Kurse gestützt, zudem beruhigte ein Haushaltsplan von Marine Le Pen den französischen Anleihemarkt: Die Rendite zehnjähriger französischer Papiere fiel von fast fünf auf 4,77 Prozent. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte am Nachmittag mit 3,48 Prozent, nachdem sie am Montag mit 3,65 Prozent den höchsten Stand seit 2009 erreicht hatte. Über Nacht hat Brent die Verluste jedoch wieder aufgeholt und kostet erneut mehr als 100 Dollar.
Auf der Terminseite steht um 08:00 Uhr die deutsche Industrieproduktion für August an. Erwartet wird laut Trading Economics ein Plus von 0,5 Prozent zum Vormonat, nach einem Minus von 1,1 Prozent im Juli. Die Vorlage ist schwach: Der Auftragseingang war im August um 10,6 Prozent eingebrochen, vor allem wegen fehlender Großaufträge. „Es fehlt an einer neuen Investitionsdynamik, die auf einen dauerhaften Konjunkturaufschwung hindeuten würde“, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Michael Herzum, Ökonom bei Union Investment, verwies auf das Polster: „Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und bieten der Industrie rechnerisch ein Polster von rund neun Monaten.“ Um 20:00 Uhr folgt das Protokoll der Fed-Sitzung vom 15. und 16. September.
Bei den Unternehmen richtet sich der Blick nach Weissach: Die Volkswagen-Tochter Porsche AG stellt ab 09:00 Uhr auf ihrem Kapitalmarkttag die Strategie „Sportwagenschmiede ’35“ vor. Ebenfalls um 09:00 Uhr beginnt der Kapitalmarkttag von SFC Energy.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -verlierer im DAX im Blick haben. An der DAX-Spitze stand gestern Continental mit einem Plus von 2,8 Prozent, gefolgt von Brenntag, Hochtief, Henkel und Merck. Am Ende der Rangliste fand sich Rheinmetall mit einem Minus von 2,8 Prozent. Ebenfalls schwach präsentierten sich Telekom und MTU.
Am Rohstoffmarkt hat sich Brent nach dem Rücksetzer vom Dienstag, als der Preis zeitweise auf 97,61 Dollar gefallen war, wieder auf 101,44 Dollar je Barrel verteuert. Belastet hatten Hinweise auf höhere Liefermengen durch die Straße von Hormus und Preissenkungen von Saudi Aramco. Gold gab am Morgen um 0,5 Prozent auf 4.142 Dollar je Feinunze nach, der Bitcoin notierte zuletzt bei rund 85.500 Dollar.
An der Wall Street hatten S&P 500 und Nasdaq 100 am Dienstag Rekordstände erreicht. Der Dow Jones stieg um 0,5 Prozent auf 51.521 Punkte, der S&P 500 um 0,6 Prozent auf 7.819 Zähler und der Nasdaq 100 um 0,5 Prozent auf 31.224 Punkte. Constellation Energy legte nach einem Atomstrom-Vertrag mit der Google-Mutter Alphabet prozentual zweistellig zu. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank auf 5,27 Prozent. Nennenswerte nachbörsliche Kursbewegungen wurden nicht gemeldet.
In Asien nahmen Anleger nach der jüngsten Rally Gewinne mit: Der Nikkei 225 lag im späten Handel 0,6 Prozent im Minus bei 70.288 Punkten, nachdem er zuvor ein Dreimonatshoch markiert hatte. Die Börsen in Festlandchina blieben feiertagsbedingt geschlossen.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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