21.01.2014 Manuel Koch

US-Börsen uneinheitlich - Fokus auf Quartalszahlen nach Feiertag - Boeing, Delta, Johnson & Johnson, Travelers, Verizon

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DAX
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Am Dienstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,3 Prozent hinzu und ging damit über die Marke von 16.500 Punkten.

Am Morgen ging der Blick auf Quartalszahlen, da erst später in dieser Woche Konjunkturdaten wegen des Feiertags am Montag kommen werden. "Die Unternehmen übertreffen die Gewinnerwartungen, doch kommen beim Umsatz zu kurz", verrät Händler Mark Otto von J. Streicher. "Ich sehe darin aber keine Probleme und bin optimistisch für den weiteren Verlauf." Den Auftakt der Quartalssaison machten die Banken, eine der wichtigsten Säulen für die US-Konjunktur. "Es waren größtenteils gemischte Ergebnisse. Ich sehe aber auf jeden Fall viel Potential für den Finanzsektor." Trotz des verschlafenen Starts des neuen Börsenjahres macht sich Mark Otto keine Sorgen, dass 2014 weiter so laufen wird, wie das letzte Jahr aufgehört hat: "Seit 1950 hat der Markt 17 Mal einen Jahreszuwachs von mindestens 20 Prozent aufgewiesen. 14 von 17 Mal wies das jeweilige Folgejahr einen durchschnittlichen Zuwachs von 15,8 Prozent auf. 2014 wird aber sicherlich besser als 2013. Wenn ich mich so früh im Jahr festlegen müsste, würde ich sagen, dass 1.950 bis 2.000 Punkte für den S&P 500-Index sehr realistisch sind." Wie schnell die angekündigte Drosselung der US-Notenbank Fed umgesetzt wird, hängt von der Schlussfolgerung aus den jüngsten Arbeitsmarktdaten ab. "Wahrscheinlich wird sie in der Größenordnung von zehn Milliarden Dollar liegen." Auch diese Woche stehen wichtige Indikatoren für den Aktienmarkt an: Weitere Quartalszahlen und Informationen aus dem Ausland. "Ich werde auf Nachrichten aus China achten sowie auf die Einkaufsmanagerindices aus Deutschland und der EU."

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 16.416 Punkten. Der Nasdaq Composite stieg 0,7 Prozent bei 4.226 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,3 Prozent bei 1.844 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Coca-Cola (+1,6%), Cevron (+0,9%) und UnitedHealth (+0,9%). Die größten Verlierer waren: Goldman Sachs (-1,8), Travelers (-1,7%) und Verizon (-1,3%).

Der US-Konsumgüter- und Medizintechnikproduzent Johnson & Johnson (-1,1%) legte beim Gewinn im abgelaufenen Quartal um 37 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar zu. Der Umsatz stieg um 4,5 Prozent auf 18,4 Milliarden Dollar. Vor allem im Pharmageschäft verzeichnete das Unternehmen starke Zuwächse.

Die US-Fluggesellschaft Delta (+3,3%) verbuchte im letzten Quartal einen höheren Gewinn als erwartet. Sie verkündete einen Quartalsgewinn von 8,5 Milliarden Dollar, 1,5 Milliarden mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um 5,5 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar. Die zweitgrößte Fluggesellschaft der Welt profitierte von niedrigen Treibstoffpreisen und einer steigenden Nachfrage auf dem amerikanischen Markt. Ferner kündigte sie an, ihre Kapazität im laufenden Quartal um zwei bis drei Prozent ausbauen zu wollen.

Der zweitgrößte Telekommunikationsanbieter Verizon (-1,3%) konnte im vierten Quartal den bereinigten Gewinn von 0,38 auf 0,66 Dollar je Aktie im Vergleich zum Vorjahr steigern und damit die Erwartungen der Analysten übertreffen. Vor einem Jahr wurde das Ergebnis allerdings durch Ausgaben nach Hurrikan Sandy belastet. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent auf 31 Milliarden Dollar. 

Der US-Schadensversicherer Travelers (-1,7%) steigerte den Gewinn 2013 um knapp die Hälfte auf 3,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg um 2 Prozent auf 26,2 Milliarden Dollar. Der Versicherer profitierte ein Jahr nach Hurrikan Sandy vor allem davon, dass es 2013 vergleichsweise wenig Katastrophen gab.

Der Flugzeugbauer Boeing (+0,9%) erhält einen Großauftrag über 40 Maschinen von GE Capital Aviation Services. Die Bestellung hat einen Listenpreis von 3,9 Milliarden Dollar.

Am Mittwoch schauen wir von Konjunkturseite auf die Zahl der Hypothekenanträge. Quartalszahlen veröffentlichten United Technologies, eBay und Netflix.