Nach dem kräftigen Rücksetzer zu Wochenbeginn stabilisiert sich der Silberpreis am Dienstag wieder. Angesichts der extremen Schwankungen wird zunehmend darüber spekuliert, ob sich der Markt bereits in einer Blase befindet. Die französische Großbank Société Générale kommt in einer Analyse zu einem differenzierten Ergebnis: Ihr quantitatives Modell signalisiert zwar blasenähnliche Strukturen – warnt jedoch ausdrücklich vor vorschnellen Schlüssen.
Konkret wendet Société Générale ihr sogenanntes Log-Periodic Power Law Singularity-Modell (LPPLS) auf den Silberpreis an. Dieses Modell soll Phasen einer „super-exponentiellen Beschleunigung“ identifizieren, die häufig Vorläufer größerer Marktkorrekturen sind. Nach rein quantitativen Maßstäben stuft das Modell den aktuellen Silbermarkt tatsächlich als potenzielle Blase ein.
Doch genau davor warnen die Analysten. „Würde man sich ausschließlich auf dieses Modell verlassen, könnte man behaupten, der Silbermarkt befinde sich in einer Blase. Davor warnen wir ausdrücklich“, schreiben Dr. Mike Haigh, Leiter der Rohstoffforschung, und sein Team. Entscheidend sei vor allem die Perspektive, aus der man die Kursentwicklung betrachtet.
Auf einer linearen Skala wirke der jüngste Anstieg über die Marke von 80 US-Dollar je Unze extrem und emotional getrieben. In einer logarithmischen Darstellung hingegen erscheine der Preisanstieg deutlich gleichmäßiger und füge sich besser in den langfristigen Aufwärtstrend der vergangenen 25 Jahre ein. „Die logarithmische Skala erzählt die bessere Geschichte und kommt der Realität näher“, heißt es in der Studie – auch wenn die Analysten einräumen, dass die Bewegung selbst dort außergewöhnlich bleibt.
Société Générale betont zudem, dass das LPPLS-Modell eher als Frühwarnsystem für instabile Marktphasen denn als präzises Prognoseinstrument zu verstehen sei. Silber sei aufgrund seiner geringeren Liquidität im Vergleich zu Gold anfälliger für solche Signale, da Herdenverhalten, Rückkopplungseffekte und Volatilität stärker ausgeprägt seien.
Entsprechend interpretieren die Analysten Blasensignale eher als Hinweise auf mögliche Übertreibungen, denen normale und gesunde Korrekturen folgen können. Einen grundlegenden Trendwechsel sieht die Bank daraus jedoch nicht ableitbar. Vielmehr verweisen die Experten auf strukturelle Faktoren wie De-Dollarization-Tendenzen und anhaltend hohe geopolitische Unsicherheit, die den Edelmetallsektor insgesamt weiter stützen dürften.
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30.12.2025, 15:28