Die Ankündigung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA haben die Ölpreise am Mittwoch massiv unter Druck gesetzt. Kurz vor dem Ablauf von Trumps Ultimatum haben sich beide auf eine zweiwöchige Feuerpause und die Öffnung der Straße von Hormus geeinigt. Die Ölpreise sackten unmittelbar danach deutlich.
Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI rutschte zeitweise bis auf 91,05 Dollar, ein Barrel der Nordseesorte Brend bis auf 91,70 Dollar. Aktuell liegen die Preise wieder etwas höher bei 96,48 Dollar bei WIT und bei 94,91 Dollar bei Brent. Bei Brent ist es das niedrigste Niveau seit 11. März.
Trotz des kräftigen Rückgangs bleiben die Preise jedoch erheblich erhöht: Im Vergleich zur Zeit vor Beginn der militärischen Eskalation Ende Februar liegen beide Referenzsorten weiterhin etwa ein Drittel höher.
Die Einigung erfolgte nur Minuten vor Ablauf eines von US-Präsident Donald Trump gesetzten Ultimatums. Parallel dazu stellte der Iran in Aussicht, die strategisch zentrale Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr freizugeben. Diese Zusage gilt als entscheidend für den globalen Ölhandel und war von Washington zur Bedingung für die Feuerpause gemacht worden.
Zuvor hatte Trump mit weiteren Angriffen auf den iranischen Energiesektor sowie kritische Infrastruktur gedroht. Auch Israel signalisiert Unterstützung für die Waffenruhe. Der Konflikt, der Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begonnen hatte, bleibt damit zwar ungelöst, doch kurzfristig hat sich die Lage an den Ölmärkten deutlich entspannt.
Die Aktien der Öl- und Energieproduzenten dürften heute schwächer starten. Allerdings: Doch trotz der Waffenruhe, die Lage bleibt weiter angespannt, die Ölpreise sind weiter auf hohem Niveau. Anleger bleiben bei Titeln dabei – seit den Empfehlungen liegen sie bei BP, Chevron, Eni, ExxonMobil, Shell, TotalEnergies & Co deutlich im Plus. Wichtig dabei: die vom AKTIONÄR empfohlenen Stoppkurse beachten.
Heute, 07:26