++ 7 starke Aktien trotzen der Krise ++

Evotec: Übernahme und Zahlen – Aktie legt weiter zu

Evotec: Übernahme und Zahlen – Aktie legt weiter zu
Foto: Christian Charisius/picture alliance/dpa
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Marion Schlegel Heute, 08:43 Marion Schlegel

Die Aktie von Evotec kann am heutigen Mittwoch weitere Zugewinne verzeichnen. Am Dienstag wurde bereits bekannt, dass die Hamburger vom Verkauf des Münchner Krebsforscher Tubulis an den US-Konzern Gilead profitieren werden. Heute unterstützt zudem die Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal.

Bei Abschluss der Übernahmetransaktion von Tubulis durch Gilead Sciences winken dem Hamburger Wirkstoffentwickler rund 100 Millionen Euro an Vorabzahlungen. Zusätzlich könnten bis zu 58 Millionen Dollar fließen, sofern definierte Meilensteine erreicht werden. Evotec ist seit 2022 an Tubulis beteiligt und hält 3,14 Prozent. Das Biotech-Unternehmen arbeitet aktuell an zwei klinischen Programmen gegen solide Tumore. Der Deal soll im zweiten Quartal über die Bühne gehen.

Evotec (WKN: 566480)

Christian Wojczewski, Chief Executive Officer von Evotec, kommentierte: „Diese Transaktion ist ein wichtiger Meilenstein für Tubulis und den weiteren klinischen Fortschritt des Unternehmens. Wir freuen uns, Tubulis in seiner Entwicklung unterstützt zu haben, und wünschen dem Team weiterhin viel Erfolg bei der Weiterentwicklung seiner klinischen Programme. Aus unserer eigenen Arbeit in der Erforschung und Entwicklung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten wissen wir um das große Potenzial dieser Technologie für die Entwicklung von möglicherweise überlegenen Krebstherapien."

Charles Westen, Analyst bei der kanadischen Bank RBC, sieht positive Auswirkungen auf die Aktie. Er bekräftigte sein „Outperform“-Rating sowie das Kursziel von 10,00 Euro. Finanzielle Vorteile für Evotec aus der Übernahme von Tubulis dürften Investoren in den fairen Wert der Evotec-Aktien bislang nicht eingepreist haben, so Weston.

Heute hat Evotec die Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 253,3 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei 58,0 Millionen Euro und hat sich damit mehr als verdoppelt. Haupttreiber war eine einmalige Lizenzzahlung über 65 Millionen Euro im Rahmen der Vereinbarung mit Sandoz. Operativ prägten zudem Meilensteinzahlungen von Bristol Myers Squibb, die Sandoz-Transaktion im Volumen von 650 Millionen US-Dollar sowie Fördermittel von bis zu 10 Millionen Dollar durch BARDA das Quartal. Im Gesamtjahr erzielte Evotec Umsätze von 788,4 Millionen Euro sowie ein EBITDA von 41,1 Millionen Euro. Der Verlust nach Steuern hat sich mit knapp 104 Millionen Euro fast halbiert. Für das laufende Jahr stellt Evotec Umsätze zwischen 700 und 780 Millionen Euro sowie ein EBITDA von 0 bis 40 Millionen Euro in Aussicht.

Wojczewski erklärte zu den Zahlen: „2026 wird ein Übergangsjahr sein, in dem sich Verbesserungen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte abzeichnen, mit einem klaren Plan für eine stärkere Performance ab 2027 und darüber hinaus.“

Die Aktie von Evotec gewinnt derzeit auf Tradegate gut vier Prozent auf 4,70 Euro. Damit kann das Papier die jüngste Stabilisierung fortsetzen. Klare positive Impulse fehlen allerdings weiterhin. Anleger warten deswegen vorerst weiter ab.

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