Vom NATO-Gipfel in der Türkei gab es für die Rüstungsbranche keine neuen Impulse. Die Konsolidierung bei Rheinmetall und Renk setzt sich vielmehr nach wie vor fort. Die beiden Konzerne haben nun bekannt gegeben, die Zusammenarbeit beim Schützenpanzer Lynx zu erweitern. MWB Research wird derweil kritischer.
Renk agiert dabei als Zulieferer für Antriebslösungen und stellt Getriebe sowie Seitenvorgelege für den Lynx her. Der Schützenpanzer soll laut Pressemitteilung nach Ungarn nun in großer Stückzahl in weiteren europäischen Streitkräften eingeführt werden. Der bestehende Rahmenvertrag wird deshalb erweitert.
„Mit der Erweiterung unseres Rahmenvertrags setzen wir die bewährte Zusammenarbeit mit Rheinmetall konsequent fort. Der KF41 Lynx zählt zu den modernsten Kettenfahrzeugen weltweit und ist als Schützenpanzer bereits in Ungarn eingeführt”, so Michael Masur, CEO Vehicle Mobility Solutions von Renk. „Die nachhaltige Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit ist dabei für uns Anspruch und Verantwortung zugleich.“
Kaufempfehlung gestrichen
Derweil hat Analyst Jens-Peter Rieck von MWB Research seine Kaufempfehlung für Rheinmetall gestrichen und stuft den DAX-Titel nun nur noch mit „Hold“ ein. Das Kursziel kappte er von 1.400 auf 1.150 Euro. Die NATO verlagere ihre Prioritäten und Ausgaben, so Rieck. Traditionelle Landstreitkräfte seien zwar noch immer wichtig, inzwischen würden aber mehr Mittel in die Luftverteidigung für weitreichende Waffen, Drohnen und Überwachung fließen. Am Markt werde das Projekt Arminius, ein Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr, viel zu hoch taxiert.
Nach wie vor kommen die in den vergangenen Jahren so gut gelaufenen Rüstungsaktien nicht in Schwung. Doch operativ läuft es weiter gut, das Wachstum ist enorm und auch leichte Verschiebungen bei den Mittelflüssen sollten Anleger nicht in Panik versetzen. DER AKTIONÄR rechnet damit, dass die Bodenbildung nun gelingt. Bei Rheinmetall können Anleger wieder gestaffelt einsteigen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Renk.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.
Heute, 09:57