Eine weite Satin-Hose von Zara hat sich im Netz zum Schreckensstück des Sommers 2026 gemausert. Unter dem Hashtag #DeadlyZaraPants häufen sich auf TikTok und Instagram Videos von Frauen, die mit der „Killer-Hose" heftig auf die Nase fallen. Doch während das Netz brodelt, läuft das Geschäft bei Zara-Mutter Inditex blendend.
• Auf TikTok und Instagram häufen sich Videos von Frauen, die mit dem Trend-Kleidungsstück stürzen.
• Ein Video aus dem Krankenhausbett ging millionenfach viral.
• Inditex hat zum Jahresauftakt stark abgeliefert und die Erwartungen der Analysten übertroffen.
Ein Video von TikTokerin Stephanie (@stephaniesworld) ging viral: Aus ihrem Krankenhausbett heraus postete sie ein Video, das inzwischen mehr als vier Millionen Mal aufgerufen wurde. „Ich bin ein Opfer dieser Hose". So wie scheinbar Zehntausende Frauen, die in den Kommentaren ihre eigenen Sturzerlebnisse teilten.
Das Modell aus dem Hause Zara für rund 25 Euro ist scheinbar so konzipiert, dass die extra langen und weit schwingenden Hosenbeine beim Gehen gefährlich werden. Das Ergebnis: Schürfwunden, Prellungen, gebrochene Ellenbogen und sogar ein Klinikaufenthalt samt Operation. Zara selbst hat sich bislang nicht geäußert.
Geschäft brummt trotz Stolperhose
Der Medienhype ist da, doch auch die Q1-Zahlen von Inditex sorgten zuletzt für Aufmerksamkeit. Der Modehändler hat die Erwartungen der Analysten übertroffen: Der Umsatz stieg um knapp sechs Prozent auf rund 8,7 Milliarden Euro, währungsbereinigt sogar um 8,8 Prozent. Im Mai zog das Wachstum nochmals auf 11,5 Prozent an. Das EBIT legte um sieben Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro zu, der Nettogewinn kletterte auf 1,4 Milliarden Euro – rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Inditex hält seine Bruttomarge auf über 61 Prozent.
James Grzinic von Jefferies lobte die Fähigkeit der Spanier, in einem schwierigeren europäischen Marktumfeld Anteile auszubauen. UBS-Analyst Sreedhar Mahamkali hob hervor, dass die bestätigte Margenprognose Anlegersorgen rund um den Iran-Krieg dämpfen dürfte.
Chartbild
Nach einem starken Lauf bis auf über 57 Euro hat die Aktie eine Verschnaufspause eingelegt. Nach unten dürfte der GD50 bei 53 Euro stützen, direkt darunter wartet mit der 200-Tage-Linie die nächste Auffangzone. 22 Analysten empfehlen die Aktie bei Bloomberg zum Kauf und sehen auf dem aktuellen Niveau im Durchschnitt rund zehn Prozent Luft nach oben.
Inditex ist fundamental stark aufgestellt und daran dürfte auch ein viraler TikTok-Moment wenig ändern. Zara sollte allerdings schnell reagieren und sich zu den Vorfällen äußern. Die Inditex-Aktie bleibt auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR.
FAQs zu Inditex
Welche Marken gehören zu Inditex?
Zara ist das Flaggschiff, aber Inditex besitzt ein ganzes Portfolio: Pull & Bear, Massimo Dutti, Bershka, Stradivarius und Oysho.
Wie steht Inditex zur Konkurrenz aus Asien?
Trotz des aggressiven Vordringens von Shein & Co. behauptet Inditex seine Marktanteile – und das mit deutlich höherer Profitabilität. Das Geschäftsmodell aus schneller Kollektionserneuerung, enger Lieferkette und starker Markenbindung erweist sich als robuster als gedacht.
Zahlt Inditex Dividende?
Ja, für das Geschäftsjahr 2025 zahlt Inditex eine Gesamtdividende von 1,75 Euro je Aktie.
Heute, 08:57