03.07.2019 Markus Bußler

Gold: Sie wollen mehr?!

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Gold
Trendthema

Warum setzen Sie bei Goldfolio vor allem auf Juniorproduzenten und fortgeschrittene Explorationsunternehmen? Reicht es nicht, wenn man einfach Barrick Gold kauft? Eine Frage, die ich oft gestellt bekomme und die durchaus berechtigt ist. Immerhin profitiert die Aktie doch von einem steigenden Goldpreis. Stimmt!

Barrick Gold ist (mittlerweile) eine gute Aktie. Das Unternehmen hat sich selbst neu erfunden. Die Fokussierung auf weniger Minen war sinnvoll. Die Bilanz ist heute sauberer als sie noch vor einigen Jahren gewesen ist. Der Kauf von Randgold Resources war sinnvoll. Und mit Mark Bristow hat man jetzt einen Mann an der Spitze, der die Minenbranche versteht. Dass die Aktie heute niedriger steht als noch 2016 ist eigentlich nicht gerechtfertigt und hat vor allem mit dem Markt-Sentiment zu tun. Im Sommer 2016 herrschte Euphorie. Davon sind wir aktuell noch weit, weit entfernt.

Wenn Sie heute Barrick Gold kaufen, dann werden Sie aller Voraussicht nach in einem Goldbullenmarkt eine durchschnittlich gute Rendite erzielen. Das kann durchaus beachtlich sein, wenn Sie einen Blick auf die Geschichte werfen. Gold-Bullenmärkte sind impulsiv. Und alleine eine Rückkehr zum 2016er-Hoch, die mittelfristig sicherlich mehr als gerechtfertigt wäre, verspricht eine Performance von rund 30 Prozent. Das ist sicherlich das, was Sie mit einem großen Goldproduzenten in den kommenden Wochen und Monaten verdienen können. Das klingt toll. Doch die Frage ist: Wolle Sie wirklich nur diese durchschnittliche Rendite?

Ein Goldbullenmarkt hält unglaubliche Chancen parat. Und dafür müssen Sie aktuell noch nicht einmal auf hochspekulative kleine Explorationsunternehmen setzen. Es sind einige ausgewählte Juniorproduzenten und eben auch fortgeschrittene Explorationsunternehmen, die eine deutlich größere Performance versprechen als die großen Produzenten. Warum? Eine Grafik zeigt es Ihnen.

S&P Global Market Intelligence

Die Goldreserven der großen Produzenten sind in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Leider sind die letzten zuverlässigen Daten aus dem Jahr 2017. Aber es gibt keinen Anlass zu glauben, dass wir 2018 eine Trendwende gesehen haben. In den Jahren fallender Goldpreise haben die Produzenten vor allem eines getan: An Exploration gespart. Das rächt sich jetzt. Im Prinzip muss ein Goldproduzent für jede Unze, die er aus dem Boden holt an anderer Stelle eine neue nachweisen. Das haben die Senior-Produzenten in den vergangenen Jahren nicht einmal im Ansatz geschafft. Fallen die Reserven, wird auch die Produktion auf mittlere Sicht fallen. Die Frage ist: Wie können die Produzenten diesem Dilemma entgehen? Die Exploration hochfahren? Sicher, das ist ein Weg, den man gehen wird. Das alleine wird aber nicht dazu führen, dass man den Trend fallender Reserven brechen kann. Die großen Produzenten explorieren vor allem die Bereiche rund um ihre bestehenden Minen. Die Exploration neuer Gebiete hat man in der Branche schon traditionell den kleineren Unternehmen überlassen. Es gibt nur eine Möglichkeit, wie die großen Produzenten schnell ihre Reserven wieder auffüllen können: Übernahmen.

Und jetzt frage ich Sie: Wen wollen sie bei einer Übernahme im Depot haben? Das Unternehmen, das Geld in die Hand nehmen muss, um zu kaufen? Oder doch lieber die Aktie des Unternehmens, das (meist mit einem ordentlichen Premium) gekauft wird? Genau! Noch einmal: Barrick Gold ist in meinen Augen eine gute Aktie, mit der man in einem Bullenmarkt Geld verdienen wird. Doch es stellt sich nicht die Frage, ob die großen Produzenten wie Barrick Gold kleinere Kontrahenten kaufen werden, sondern nur, wann sie es tun. Und diese Entwicklung wird dafür sorgen, dass auf mittlere Sicht die richtigen Juniorproduzenten eine deutlich bessere Performance vorweisen werden, als Barrick, Newmont, Kinross und Co. Sie wollen mehr als nur Durchschnitt? Ich bin sicher, Sie wollen das. Dann verlassen Sie die Komfortzone Barrick Gold und setzen Sie auf gute gemanagte Juniorproduzenten. Bei Goldfolio fahren wir damit gut.

Dieser Artikel erschien heute bereits im Goldtelegramm. Für das Goldtelegramm können Sie sich kostenlos auf www.goldfolio.de anmelden.