08.11.2019 Marion Schlegel

Gold gerät unter Druck: Diese Marke ist jetzt wichtig

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Gold
Trendthema

Der Goldpreis ist zuletzt deutlich unter Druck geraten. Nachdem das Edelmetall die Marke von 1.500 Dollar je Feinunze noch in der vergangenen Woche zurückerobern konnte, notiert es Ende der laufenden Wochen nun deutlich darunter. Derzeit kostet eine Feinunze 1.462 Dollar. Die Entspannungssignale im US-chinesischen Handelskonflikt haben dem Goldpreis zuletzt zugesetzt.

„Gold bleibt somit ein Spielball der sich beim Thema Handelskonflikt täglich ändernden Nachrichtenlage“, so Eugen Weinberg, Leiter Rohstoffanalyse bei der Commerzbank. Weinberg gibt sich aber durchaus optimistisch. Vollkommen unbeeindruckt von all dem Lärm würden sich die ETF-Anleger zeigen, die in den letzten Tagen weiter Gold gekauft hätten. Kaufen bei Schwäche bleibe somit das vorherrschende Muster.

Die Nachfrage börsengehandelter Indexfonds (ETF) nach Gold ist ungebrochen. Wie die Branchenorganisation World Gold Council (WGC) am Dienstag in London mitteilte, stieg der Goldbestand der Fonds im dritten Quartal auf ein neues Rekordhoch von 2.855,3 Tonnen. Gegenüber dem Vorquartal ergibt sich ein Zuwachs um 258 Tonnen.

Rekordhohe Aktienmärkte trotz mauer Konjunkturaussichten, eine rekordhohe Verschuldung und eine ultralockere Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken würden weiterhin für Gold als alternative Anlage sprechen, so Weinberg weiter.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Preisrückgänge wie der Absturz am Dienstag seien voraussichtlich auf spekulative Verkäufe zurückzuführen. Die CFTC-Daten am heutigen Abend nach Handelsschluss können darüber weiteren Aufschluss geben. Weinberg stuft alles andere als einen deutlichen Rückgang der spekulativen Netto-Long-Positionen als große Überraschung ein.

DER AKTIONÄR bleibt für den Goldpreis mittelfristig ebenfalls optimistisch. Kurzfristig ist er nun leicht angeschlagen. Jetzt gilt es, das Zwischentief von Anfang Oktober erfolgreich zu verteidigen.