Der Goldpreis hat sich zuletzt deutlich von seinen Korrekturtiefs erholen können. Am Donnerstagvormittag kostet die Feinunze 4.130 Dollar. Noch vor knapp einer Woche markierte das Edelmetall bei 3.870 Dollar ein neues 52-Wochen-Tief.
Unterstützung erhält der Goldpreis derzeit von mehreren Seiten. Zum einen sorgen die deutlich gesunkenen Ölpreise für etwas Entspannung auf der Inflationsseite. Zum anderen unterstützt der schwächere Dollar. Dieser ist zuletzt gegenüber anderen wichtigen Währungen klar unter Druck geraten. Auslöser war die überraschend klare Niederlage, die Präsident Donald Trumps Republikaner bei den Zwischenwahlen in den USA einstecken mussten. Da Gold weltweit meist in Dollar gehandelt wird, verbilligte sich das Edelmetall für Käufer aus anderen Währungsräumen, und die Nachfrage zog an.
Die US-Wähler haben den Demokraten die volle Kontrolle über den Kongress übertragen und damit deutlich mit Trumps Politik abgerechnet. Die Republikaner verloren nicht nur ihre Mehrheit im Abgeordnetenhaus, sondern auch im Senat, ein Szenario, das noch vor wenigen Monaten kaum denkbar schien. Marktbeobachter sehen darin eine Bremse für die finanzpolitische Agenda des Präsidenten, was auch den Spielraum für weitere Kreditaufnahmen spürbar begrenzen dürfte. Entsprechend sind die Renditen amerikanischer Staatsanleihen zuletzt gesunken. Hinzu kommt zudem: Gold wirft keine Zinsen ab. Fallen die Renditen von Staatsanleihen, wird das Edelmetall für Anleger attraktiver, was in der Regel die Nachfrage deutlich stärkt.
Im Fokus stehen zudem weiter die Notenbanken. Diese haben im dritten Quartal ihre Goldkäufe so kräftig ausgeweitet wie seit Ende 2024 nicht mehr. Laut World Gold Council flossen netto 321 Tonnen in die Reserven, 42 Prozent mehr als im Vorjahr und über dem Fünfjahresschnitt von 227 Tonnen. Seit Jahresbeginn liegen die Zukäufe sechs Prozent im Plus.
DER AKTIONÄR hatte zuletzt bereits darauf hingewiesen, dass eine Gegenbewegung nach den starken Verlusten zuletzt wahrscheinlich wird. Diese läuft nun. Die nächste größere Hürde wartet nun in Form der 50-Tage-Linie bei 4.206 Dollar. Gelingt auch der Sprung darüber, wäre wieder Luft bis in den Bereich der 200-Tage-Linie bei 4.468 Dollar. DER AKTIONÄR bleibt langfristig ganz klar positiv für Gold gestimmt. Größere Rücksetzer sollten Anleger zum Ausbau ihrer Positionen nutzen. Allerdings ist Geduld gefragt. Wer auf einen Korb mit führenden Goldproduzenten setzen will, liegt mit dem Best of Gold Miners Index des AKTIONÄR und dem Indexzertifikat mit der WKN DA0AAY richtig. Alle Infos zum Index und den Investmentmöglichkeiten finden Sie hier.
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