12.08.2019 Markus Bußler

Gold: Die Bullen geben nicht auf, aber …

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Gold
Trendthema

Nachdem Gold im frühen europäischen Handel bereits sieben Dollar im Minus notierte, melden sich die Bullen zurück und können den Goldpreis aktuell erneut über die Marke von 1.500 Dollar hieven. Einiges deutet darauf hin, dass die Bullen noch ein neues zyklisches Hoch erreichen wollen. Doch ein paar dunkle Wolken am Horizont sollten nicht ignoriert werden.

Fallende Zinsen in den USA, jede Menge Sorgen rund um den Handelsstreit zwischen den USA und China, die Suche der Anleger nach sicheren Häfen und eine Rendite für amerikanische Staatsanleihen, die sich im Sinkflug befindet – das Umfeld für den Goldpreis könnte besser nicht sein. Charttechnisch ist der Ausbruch geglückt. Der Goldpreis konnte den hartnäckigen Widerstand bei 1.375 Dollar überwinden und hat danach Fahrt aufgenommen bis über die Marke von 1.500 Dollar. Doch auch wenn die Bullen noch immer einen Pfeil im Köcher haben dürften. Die Zeichen für eine kurzfristige Korrektur mehren sich.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Aus technischer Sicht ist Gold kurzfristig überkauft. Die COT-Daten geben ebenfalls Anlass zur Besorgnis, die Commercials haben ihre Netto-Shortposition auf über 320.000 Kontrakte ausgebaut. Und das sorgt für Druck auf Gold. Dazu kommt: Gold nähert sich einer hartnäckigen Widerstandslinie, die aktuell im Bereich von 1.520 Dollar verläuft. Kurzum: Auch wenn das mittelfristige Bild weiter hervorragend aussieht, Gold ist mittlerweile reif für eine Korrektur. Aber – und hier wiederholen wir uns – eine solche Korrektur sollte von denen, die noch nicht investiert sind, als Einstiegschance gesehen werden. Im weiteren Jahresverlauf sollte Gold eine Jahresendrallye starten, die bis in das Jahr 2020 hineinreichen sollte und den Bereich von 1.650/1.700 Dollar anvisieren dürfte. Und das verspricht weitere Gewinne für Goldanleger.