06.01.2015 Michael Schröder

Dünner Feiertagshandel: DAX fährt Achterbahn - BMW, Daimler, SAP, E.on, RWE, KUKA, QSC, Drillisch, Dialog Semiconductor im Fokus

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TecDAX
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Der DAX ist am Dienstagvormittag Achterbahn gefahren. Nach einem stabilen Start ging der Leitindex zunächst in die Knie und rutschte zwischenzeitlich sogar unter die 9.400-Punkte-Marke. Im weiteren Verlauf wurden die Verluste wieder wett gemacht. Gegen Mittag drehte das Börsenbarometer dann erneut ins Plus. Damit konnte eine wichtige charttechnische Unterstützung vorerst verteidigt werden. Da in einigen Bundesländern „Heilige Drei Könige“ ein offizieller Feiertag ist, sprechen Händler von dünnen Umsätzen.

Während der weitere Verfall des Ölpreises und die Sorgen um Griechenland auf die Stimmung drückte, stützte die Hoffnung auf ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank zur Belebung der Konjunktur die Kurse. Die Sorge um einen möglichen Austritt des finanziell angeschlagenen Euro-Mitgliedes aus der Eurozone hatte den DAX gestern um drei Prozent und den Athener Aktienmarkt ebenfalls tief ins Minus befördert. Anleger befürchteten vor diesem Hintergrund ein Wiederaufflammen der Euro-Krise. Am heutigen Dienstag ist die dortige Börse wegen eines Feiertages geschlossen.

Zu den Gewinnern im DAX zählen gegen Mittag Autowerte wie BMW und Daimler nach der Veröffentlichung von US-Verkaufszahlen. Für die Vorzugsaktien von Volkswagen ging es dagegen leicht nach unten. VW hatte seine Zahlen für Dezember noch während des regulären Xetra-Handels am Montag vorgelegt, BMW und Daimler folgten am Abend. Die deutschen Anbieter blicken in den USA auf ein insgesamt erfolgreiches Jahr zurück: So hatte Daimler dort so viele Autos wie noch nie verkauft. Auch Volkswagen kommt langsam wieder in die Spur. Deutlich besser als für VW lief es für die Konzerntöchter Audi und Porsche. Ein Händler verwies jedoch darauf, dass die Absatzzahlen der deutschen Hersteller im Dezember - mit Ausnahme von Audi - hinter denen der US-Wettbewerber zurückgeblieben seien. Am Ende rangieren die Aktien der beiden Versorger E.on und RWE. Die Papiere des Softwarekonzerns SAP gehören zu den größten Verlierern, nachdem die US-Investmentbank Merrill Lynch ihre Kaufempfehlung für die Titel gestrichen hatte.

Im MDAX zählen Aurubis, Wacker Chemie und Airbus zu den Top-Performern, während KUKA, Aareal Bank und Südzucker deutlich verlieren. Bei den Technologiewerten gehören neben Jenoptik, BB Biotech und Evotec auch der Real-Depot-Wert Drillisch sowie der Highflyer 2014 Dialog Semiconductor zu den stärksten Werten. Aixtron, QSC und Kontron notieren dagegen am Ende der TecDAX-Kursliste.