16.01.2014 Manuel Koch

Dow Jones im Minus - bessere Konjunkturdaten - Zahlen von Citigroup und Goldman Sachs - Alcoa, Apple, J.C. Penney

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DAX
Trendthema

Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,3 Prozent.

Am Morgen ging der Blick auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Sie sanken in der vergangenen Woche um 2.000 auf 328.000. Der Philly Fed Index stieg im Januar auf 9,4 Punkte, Analysten hatten 8,0 Punkte erwartet. Die Verbraucherpreise gingen um 0,3 Prozent im Dezember nach oben.

Die Investmentbank Goldman Sachs (-2,0%) konnte trotz eines schwächeren Halbjahres 2013 den Gewinn um 6 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar steigern. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten, zehrte aber vom guten ersten Halbjahr. Negativ hatten sich der Haushaltsstreit in Washington und die ungewisse geldpolitischen Richtung der US-Notenbank ausgewirkt. Auch bei Anleihen musste die Bank Federn lassen. Klare Nummer eins ist Goldman hingegen bei Börsengängen.

Bei der Citigroup (-4,4%) stand im vergangenen Jahr bereinigt um Sondereffekte ein Gewinnzuwachs von 15 Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar. Die Erwartungen der Analysten wurden damit enttäuscht. Im Schlussquartal lief vor allem das Geschäft mit Anleihen schlechter, denn Anleger hielten sich wegen des unklaren Kurses der Notenbank zurück.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 16.417 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,1 Prozent bei 4.219 Zählern dazu. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,1 Prozent bei 1.846 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: McDonald‘s (+0,6%), Verizon (+0,5%) und IBM (+0,5%). Die größten Verlierer waren: UnitedHealth Group (-2,8%), Goldman Sachs (-2,0%) und Wal-Mart (-1,2%).

Best Buy (-28,6%) konnte im Weihnachtsgeschäft nicht überzeugen. Die vergleichbaren Umsätze gingen sogar um 0,9 Prozent zurück. Im vierten Quartal waren zudem die Kosten höher als erwartet. Der Preiskampf war besonders stark. Nach Thanksgiving im November konnte Best Buy nicht mehr richtig überzeugen. Auch die Handy- und Elektronik-Verkäufe waren enttäuschend. Online-Verkäufe stiegen in den USA allerdings insgesamt um 23,5 Prozent.

Der US-Krankenversicherer UnitedHealth Group (-2,8%) konnte den Gewinn um gut 2 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar steigern. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 122,5 Milliarden Dollar. Vor allem das Schlussquartal lief dank mehr Kunden besser als die erste Jahreshälfte. Für 2014 erwartet man weiter Wachstum, vor allem durch Seniorenprogramme.

Der Konsumgüter- und Medizintechnikproduzent Johnson & Johnson (-0,2%) verkauft sein Diagnostikgeschäft an den Finanzinvestor Carlyle Group. J&J erhalte für seine Tochter Ortho Clinical Diagnostics 4,15 Milliarden Dollar. Dem Deal müssen jetzt noch die Behörden zustimmen.

Der Aluminiumkonzern Alcoa (+4,3%) schließt zwei weitere Produktionsstraßen in der Nähe von New York. Dieser Schritt wird bis zu 70 Millionen Dollar kosten und im ersten Quartal verbucht.

Die Kaufhauskette J.C. Penney (-1,6%) wird 33 Filialen schließen. Dadurch werden 2.000 Mitarbeiter entlassen, teilte das Unternehmen mit.

Yahoo (-1,8%) muss sich nach einem neuen Topmanager umsehen. Henrique de Castro verlässt das Unternehmen. Yahoo-Chefin Marissa Mayer hatte de Castro Kurz nach ihrem eigenen Wechsel im Herbst 2012 von Google geholt. Er sollte die Werbeumsätze steigern, was trotz Zukäufe nicht gelungen war. De Castro verdiente alleine 2012 39,2 Millionen Dollar. Ihm steht eine Abfindung zu.

Apple (-0,6%) muss mindestens 32,5 Millionen Dollar an Eltern zurückzahlen, deren Kinder ohne Genehmigung im App-Store eingekauft hatten, so die US-Aufsichtsbehörde FTC. In einem Fall hatte ein junges Mädchen 2.600 Dollar in ihr virtuelles Tierhotel gesteckt. Apple muss nun seine Praxis ändern. Im vergangenen Jahr gaben die Kunden mehr als 10 Milliarden Dollar im Store aus.

Am Freitag schauen wir von Konjunkturseite auf das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan, die Industrieproduktion, Baubeginne und Baugenehmigungen. Quartalszahlen werden von General Electric und Morgan Stanley veröffentlicht.