14.01.2015 Stefan Sommer

DAX schwächer erwartet – negative Vorgaben aus Übersee belasten: Goldcorp, Barrick Gold, E.on, RWE, Nordex, Apple, Commerzbank, Continental im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Schwache Vorgaben aus Übersee dürften den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch zunächst ins Minus drücken. Der Broker IG taxierte den DAX am Morgen 1,14 Prozent tiefer auf 9.828 Punkte. Der deutsche Leitindex dürfte damit nach den Gewinnen seit Wochenbeginn seine jüngsten Kursschwankungen fortsetzen.

An der Wall Street fiel der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Vortag um mehr als eineinhalb Prozent. Auch an den Börsen Asiens ging nach unten.

Gespannt warten die Anleger auf die Vorlage eines Gutachtens beim Europäischen Gerichtshof über die Frage, ob die Europäische Zentralbank (EZB) unbegrenzt Staatsanleihen kaufen darf. Viele Investoren hoffen auf einen raschen Beginn der Käufe. So könnte die EZB diese bereits bei ihrer geldpolitischen Sitzung kommende Woche beschließen. Ziel der Bondkäufe wäre die Bekämpfung eines breiten Preisverfalls in der Eurozone sowie die Ankurbelung der Wirtschaft.

Zudem rücken Konjunkturdaten in den Fokus. Am Vormittag steht die Industrieproduktion in der Eurozone auf der Agenda; am Nachmittag folgen dann aus den USA unter anderem Einzelhandelsdaten. Am Abend stellt die US-Notenbank Fed schließlich ihren Konjunkturbericht ("Beige Book") vor.

Goldcorp: Deutlich besser als Barrick Gold

Die Analysten von Bank of America Merrill haben sich die großen Goldproduzenten angesehen und kommen zu einem eindeutigen Urteil. Der Top-Produzent ist nicht etwa Branchenprimus Barrick Gold, sondern vielmehr Goldcorp. Vor allem der Ausblick für das kommende Jahr überzeugt die Analysten.

Apple-Aktie: Hammermeldung – Angriff auf GoPro?

Apple bereitet möglicherweise einen Angriff auf den Actionkamera-Anbieter GoPro vor. Das US-Patentamt bewilligte dem kalifornischen Smartphone-Konzern das Patent für ein eigenes Kamerasystem, das wie die Geräte von GoPro bei sportlichen Aktivitäten verwendet werden kann. Das ging aus Unterlagen hervor, die am Dienstag von der Behörde veröffentlicht wurden. Als Hintergrund der Erfindung werden in den Dokumenten Schwächen der GoPro-Produkte erwähnt. Obwohl noch nicht klar ist, was Apple konkret mit dem Patent beabsichtigt, reagierten Anleger schockiert. Die GoPro-Aktie ging in New York mit einem Minus von mehr als zwölf Prozent aus dem Handel.

E.on, RWE und Nordex im Analysten-Check: Diese Aktien sind ein Kauf

Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat im deutschen Energiesektor drei Aktien näher unter die Lupe genommen: RWE, E.on und Nordex. Während eine Aktie von den Amerikanern klar gemieden wird, rät Merrill Lynch bei den beiden anderen zum Kauf. RWE ist der große Verlierer des Checks. Die Experten haben das Papier von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 29,60 auf 20,10 Euro gesenkt. Der jüngste Strompreisverfall und anhaltende Risiken für Kohle und Gas hätten ihn zum Umdenken bewogen, schrieb Analyst Peter Bisztyga in einer Studie vom Dienstag.

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Commerzbank-Aktie am Morgen unter Druck – Goldman ist schuld

Der Tag beginnt für die Commerzbank-Aktionäre unerfreulich. Die Analysten von Goldman Sachs haben sich zu Wort gemeldet und kein gutes Haar an der Aktie gelassen. Entsprechend liegen die vorbörslichen Kurse deutlich unter dem Vortagesschluss.

Continental-Aktie vor neuem Kaufsignal

Continental hat zu Beginn der Handelswoche solide Zahlen vorgelegt. Trotz Russland-Krise und einer durchwachsenen Wirtschaftsentwicklung in Europa hat der Autozulieferer seine Geschäfte ausgebaut. Der Umsatz verbesserte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 33,3 Milliarden auf 34,5 Milliarden Euro. "Alles in allem haben wir im zurückliegenden Jahr unseren Erfolgsweg trotz der Wachstumsschwäche in Europa, Russland und Südamerika konsequent fortgesetzt", erklärte Conti-Vorstandschef Elmar Degenhart. Der Aufwärtstrend soll auch 2015 anhalten: Degenhart rechnet mit einer leicht steigenden weltweiten Pkw-Produktion und kalkuliert auf dieser Basis für den Konzern mit einem Umsatzzuwachs von 5 Prozent auf mehr als 36 Milliarden Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)