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02.12.2013 Markus Horntrich

DAX schwächer erwartet: Außerdem Amazon.com, ThyssenKrupp, Fraport, E.on und Munich Re im Fokus

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ThyssenKrupp

Bei schwächeren Vorgaben könnte der Dax am Montag wieder unter die Marke von 9400 Punkten zurückfallen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex 0,09 Prozent tiefer auf 9.397 Punkte. An der Wall Street hatten Dow Jones Industrial und S&P 500 am Freitag im verkürzten Handel zwar neue Bestmarken erreicht, Gewinnmitnahmen drückten sie gen Ende jedoch in die Verlustzone. Der Future auf den US-Leitindex lag am Morgen 0,29 Prozent unter seinem Niveau vom Xetra-Schluss vor dem Wochenende. Auch aus Asien kommt kaum Unterstützung - trotz guter Daten aus China. "Die Marktteilnehmer werden zurückhaltend in die laufende Woche starten, da im weiteren Verlauf einige Datenschwergewichte und die Sitzung des EZB-Rats anstehen" fasste Dirk Gojny von der National-Bank zusammen.

Amazon.com: Zustellung mit Drohnen

Der Online-Händler Amazon will in einigen Jahren Bestellungen mit automatischen Mini-Drohnen zustellen. Der Konzern arbeite an eigenen Fluggeräten, enthüllte Gründer Jeff Bezos in einem US-Fernsehinterview am Sonntag.

E.on erwartet Anstieg beim Strompreis

Die schwarz-roten Koalitionspläne führen nach Ansicht des Eon-Vorstandschefs Johannes Teyssen zu steigenden Strompreisen. "Der Rückgang der Großhandelspreise wird bei weitem nicht ausreichen, um den absehbaren weiteren Anstieg der übrigen Preisbestandteile zu kompensieren", sagte Teyssen der "Rheinischen Post" (Samstag).

ThyssenKrupp: Stahlwerkverkauf wird rückabgewickelt; Kapitalerhöhung

Händlern zufolge will ThyssenKrupp Teile des Verkaufs der Edelstahlsparte an den finnischen Wettbewerber Outokumpu rückabwickeln. Der angeschlagene Industriekonzern plant zudem eine Kapitalerhöhung. Die Kapitalerhöhung könnte bis zu zehn Prozent des gezeichneten Kapitals erreichen. Außerdem wird nach langen Verhandlungen das Stahlwerk im US-Bundesstaat Alabama verkauft. Käufer ist für einen Preis von 1,55 Milliarden Dollar (1,14 Mrd Euro) ein Konsortium aus den Stahlkonzernen ArcelorMittal und Nippon Steel.

Fraport auf Expansionskurs im Ausland

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hält nach dem geplatzten Einstieg am Airport von Rio de Janeiro weiter nach Zukäufen im Ausland Ausschau. "Wir bleiben geduldig und beobachten den Markt mit großer Aufmerksamkeit", sagte Finanzchef Matthias Zieschang der "Börsen-Zeitung" (Samstag).

Munich Re: Keine Angst vor Negativzinsen

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re fürchtet mögliche Negativzinsen der Europäischen Zentralbank nicht. "Wir haben am kurzen Ende der Zinsen ja heute schon negative Realzinsen", sagte Konzernchef Nikolaus von Bomhard dem Berliner "Tagesspiegel" (Montag). "So gesehen macht es keinen so großen Unterschied mehr, ob eine Bank bei der EZB, wenn sie dort Geld einlegt, keine Zinsen bekommt oder sogar ein bisschen bezahlen muss." Der Schritt hätte vor allem Symbolcharakter.

Konjunkturdaten für Montag, 2.12.2013:

09.15 Uhr

Spanien

Einkaufsmanagerindex

Industrie

November

Prognose (in Pkt): 51,1

Vorwert: 50,9

09.45 Uhr

Italien

Einkaufsmanagerindex

Industrie

November

Prognose (in Pkt: 50,8

Vorwert: 50,7

09.50 Uhr

Frankreich

Einkaufsmanagerindex

Industrie

November

Prognose (final in Pkt): 47,8

Vorwert: 47,8*

09.55 Uhr

Deutschland

Einkaufsmanagerindex

Industrie

November

Prognose (final in Pkt): 52,5

Vorwert: 52,5*

10.00 Uhr

Eurozone

Einkaufsmanagerindex

Industrie

Prognose November

(final in Pkt): 51,5

Vorwert: 51,5*

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