13.01.2010 Markus Bußler

DAX schließt im PLUS: Aixtron, Conergy, Continental, Dialog Semiconductor, Freenet, Hochtief, Infineon, Singulus Technologies und Süss MicroTec im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Der DAX ist wieder zurück in der Erfolgsspur. Nachdem das deutsche Börsenbarometer gestern empfindliche Verluste hinnehmen musste und dabei unter die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten rutschte, ging es heute wieder bergauf. De deutsche Leitindex verbuchte zum Handelsschluss ein Plus von 0,34 Prozent und schloss bei 5963,14 Punkten. Der MDAX stieg um 0,96 Prozent auf 7856,01 Punkte, der TecDAX um 1,16 Prozent auf 851,87 Punkte.

Aixtron nach hohen Kursverlusten unter Beobachtung

Nach drei verlustreichen Tagen in Folge stand die Aktie des TecDAX-Konzerns Aixtron unter besonderer Beobachtung. Nachdem die Marktteilnehmer einen positiven Kommentar der Analysten von JPMorgan, die das Papier im Rahmen einer Branchenstudie am Montag mit "Overweight" einstuften, wirkungslos verpuffen ließen, notierten die Papiere heute erneut gegen den Trend leicht im Minus.

Conergy bleibt weiter Spielball der Spekulanten

Die Aktie des Solarkonzerns Conergy bleibt auch zu Wochenmitte ein beliebtes Ziel für Spekulanten. Mit über 40 Millionen gehandelten Aktien täglich und heftigen Kursausschlägen ist das Papier derzeit der Liebling der Zockergemeinde. Zwischenzeitlich verteuerte sich das Papier an den vorangegangenen Tagen von 0,68 Euro auf 1,02 Euro und damit um 50 Prozent - innerhalb von nur 48 Stunden. Im Markt kursieren Spekulationen, dass eine Einigung mit MEMC in den nächsten Tagen offiziell verkündet wird, was ein erneutes Kursfeuerwerk nach sich ziehen könnte. Die Turbulenzen finden am Mittwoch ihre Fortsetzung.

Investmentbanken kassieren bei Continental-Kapitalerhöhung

Einem Bericht des Handelsblatt zufolge profitieren die sechs Konsortialbanken, die an der Kapitalerhöhung des Automobilzulieferers Continental mitwirken, überdurchschnittlich von der Maßnahme. Aus Finanzkreisen ist zu erfahren, dass sie inklusive Erfolgshonoraren fünf Prozent des Emissionserlöses einstreichen, schreibt die Zeitung. Die Summe wäre damit mehr als doppelt so hoch wie bei einer klassischen Kapitalerhöhung. Allerdings haben die Banken auch das Platzierungsrisiko übernommen.

Dialog Semiconductor erzielt deutliches Umsatzwachstum

Dialog Semiconductor gab bereits vorbörslich bekannt, dass der Umsatz für das Geschäftsjahr 2009, das am 31. Dezember 2009 endete, um etwa 34 Prozent über dem Vorjahresumsatz und damit bei rund 218 Millionen US-Dollar liegt. Für das vierte Quartal 2009 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 78 Millionen Dollar. Die Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel von Dialog sind im vierten Quartal 2009 um voraussichtlich 77 Millionen Dollar auf voraussichtlich 124 Millionen Dollar zum Jahresende gestiegen. Die Aktie zählt zu den größten Gewinnern im TecDAX.

Permira trennt sich von Freenet-Anteilen

Bereits am Dienstag wurde bekannt, dass sich der Finanzinvestor Permira von den verbliebenen Anteilen am Mobilfunkanbieter Freenet trennt. Die 12,9 Millionen Aktien, die einem Anteil von 10,1 Prozent am Unternehmen entsprechen, werden von Goldman Sachs und der Schweizer UBS platziert. Zu welchem Preis soll zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt werden. Permira selbst hat in einer Mitteilung den Wert des Aktienpaketes auf 119 Millionen Euro beziffert. Das würde 9,22 Euro je Aktie entsprechen und läge damit knapp oberhalb des gestrigen Schlusskurses.

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Infineon Spitzenreiter im DAX

Infineon profitiert von einer Studie der Analysten von Goldman Sachs. Diese haben den Titel in die  "Conviction Buy List" aufgenommen und das Kursziel deutlich von 4,30 Euro auf jetzt 6,00 Euro angehoben. In der Begründung heißt es unter anderem, Infineon sei im Peer-Group-Vergleich mit einem 2011er EV/EBITDA-Wert von 4,0 deutlich unterbewertet. Zudem sieht Goldman Sachs die Unternehmensprognose, die von einem Wachstum in Höhe von zehn Prozent im laufenden Geschäftsjahr ausgeht, als zu konservativ an. Auch die Konsensschätzungen der Analysten würden die Entwicklung nicht angemessen widerspiegeln.

Singulus verkauft HamaTech an Süss Microtec

Singulus trennt sich von seiner 100-prozentigen Tochtergesellschaft HamaTech APE und veräußert das Unternehmen an die Süss MicroTec AG. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde am gestrigen Abend vorbehaltlich vereinbarter Closing-Konditionen von beiden Parteien unterzeichnet. Es ist ein Kaufpreis in Höhe von 4,5 Millionen Euro sowie weitere 4,5 Millionen Euro für den Erwerb des Grundstücks und des Firmengebäudes am Standort Sternenfels vereinbart worden.

Hochtief bei Stadtplanung dabei

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief koordiniert über seine Tochter Hochtief ViCon den Einsatz von 3D-Technologien bei der Entwicklung der Stadt Lusail City in Katar. Bauherr ist Qatari Diar, ein staatlicher Immobilieninvestor und Stadtentwickler. Der zunächst bis 2011 laufende Vertrag hat eine Größenordnung im einstelligen Millionenbereich.

CropEnergies steigert Umsatz

CropEnergies konnte den Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 um 18 Prozent auf 280,3 Millionen Euro steigern. Gleichzeitig hat der Hersteller von Bioethanol jedoch einen Verlust in Höhe von 1,1 Millionen Euro eingefahren. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres stand noch ein Gewinn in Höhe von 6,3 Millionen in den Büchern. Immerhin: Infolge der Anlaufkosten der neuen Bioethanolanlage in Wanze, Belgien, war kaum von einem anderen Ergebnis auszugehen. Und auch im Schlussquartal dürfte der Trend anhalten

Aktionäre gehen bei Deutscher Postbank leer aus

Die Deutsche Postbank hat im Rahmen der Investorenkonferenz der Commerzbank ihre Prognosen bekräftigt. Laut Finanzvorstand Marc Hess will das Institut die anfallenden Gewinne bis 2012 weiterhin vor allem zur Stärkung der Kapitalbasis verwenden. Damit werden Postbank-Aktionäre noch einige Jahre auf eine Dividendenzahlung warten müssen. Bis zum Jahre 2012 soll die Eigenkapitalquote (Tier-1-Ratio) auf dadurch auf zehn Prozent ansteigen. Derzeit beträgt diese Kennzahl knapp acht Prozent.