26.06.2014 Stefan Sommer

DAX mit Erholungsversuch erwartet: RWE, E.on, JinkoSolar, JA Solar, Trina, Yingli, Adidas, Volkswagen, Dialog Semiconductor, Gazprom und Deutsche Bank im Fokus

-%
Deutsche Bank
Trendthema

Nach dem jüngsten Abschwung zeichnet sich am Donnerstag im DAX zunächst ein Erholungsversuch ab. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex am Morgen 0,27 Prozent höher auf 9.894 Punkte. Etwas Unterstützung kommt vor allem aus Asien, wo die wichtigsten Märkte zulegen - insbesondere Chinas Indizes. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial tritt seit dem Xetra-Schluss am Vortag dagegen per saldo auf der Stelle. Die Stimmung bleibt jedoch vor allem mit Blick auf die Gewalt im Irak wackelig. Gold kann sein hohes Niveau ebenso verteidigen wie der Ölpreis. Auf dem Datenkalender dürften am Nachmittag aus den USA die persönlichen Einkommen und Ausgaben sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Beachtung finden. Auf Unternehmensseite ist zu beachten, dass die Aktien von Krones, Cancom und LEG Immobilien ex Dividende gehandelt werden.

RWE und E.on: Die nächsten Analysten melden sich zu Wort

Nach einer beeindruckenden Rallye konnten sich RWE und E.on am Mittwoch nicht dem schwachen Gesamtmarkt entziehen. Zuletzt überarbeiteten zahlreiche Experten ihre Kursziele für die Versorgerwerte. Nun hat auch die US-Investmentbank Merrill Lynch beide DAX-Werte wieder in die Bewertung aufgenommen.

JinkoSolar, JA Solar, Trina, Yingli: Neue Studie sorgt für Kauflaune

Die chinesischen Solaraktien glänzten am Dienstag in New York mit ordentlichen Gewinnen und konnten ihre Vortagsverluste zum Teil wieder aufholen. Auslöser waren vor allem eine positive Studie der Credit Suisse. JinkoSolar und JA Solar legten um gut zwei Prozent zu, Trina stieg um fast drei Prozent und Yingli sogar um über fünf Prozent.

Adidas-Aktie: „Kursschwäche als Kaufgelegenheit“

Die Adidas-Aktie ist am Mittwoch unter eine wichtige Unterstützung gerutscht und hat ein neues Jahrestief markiert. Dabei läuft die Fußball-WM in Brasilien für den Sportartikelhersteller extrem gut. Auch die Analysten sind für den DAX-Titel weiterhin optimistisch.

VW-Aktie: Investitionen gegen die Kursschwäche

Die US-Bank Citigroup hat die Vorzugsaktien von Volkswagen auf "Buy" mit einem Kursziel von 240 Euro belassen. Die globale Autoproduktion dürfte 2014 um drei Prozent wachsen und bei den meisten europäischen Herstellern für höhere Margen sorgen, so Analyst Philip Watkins. Die Branche sei wegen der Globalisierung weniger anfällig für Konjunkturschwankungen als noch vor einigen Jahren. In Europa sei die Wende zum Besseren eingeläutet, in den USA seien seit der letzten Krise Kapazitäten abgebaut worden.

Dialog Semiconductor: Fusionsfantasie treibt Kurs – Aktie bald bei 30 Euro?

Die Papiere des Chipherstellers Dialog Semiconductor notieren am Donnerstag deutlich im Plus. Für die gute Stimmung unter den Marktteilnehmern sorgen Berichte über eine Fusion. Durch den Kurssprung notiert der TecDAX-Titel auf einem neuen Jahreshoch.

Gazprom: Sprudelnde Gewinne in Deutschland

Die Gazprom-Tochter Gazprom Germania hat im abgelaufenen Fiskaljahr Umsatz und Gewinn deutlich steigern können. So erhöhten sich die Erlöse um zehn Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Der Überschuss des Unternehmens mit Sitz in Berlin konnte sogar um 17 Prozent auf 286 Millionen Euro klettern. Wie das Handelsblatt Online gestern berichtete, waren die Erlöse mit Erdgas stabil. Beim Verkauf von Raffinerieprodukten, Gaskondensat und Flüssiggas (LNG) konnte der Absatz hingegen deutlich zulegen. Weiteres Wachstum erhofft sich Gazprom Germania durch den Ausbau von Erdgastankstellen, deren Zahl bis Ende des kommenden Jahres auf 35 ansteigen soll.


Deutsche-Bank-Aktie: Das war richtig knapp!

Nichts Neues bei der Deutschen Bank: Auch am Mittwoch hatte sich das Kursdrama bei Deutschlands größtem Kreditinstitut fortgesetzt und die Aktie mit einem Minus geschlossen. Dabei konnte der Konzern den erfolgreichen Abschluss seiner jüngsten Kapitalerhöhung vermelden. Die Frage, die die meisten Anleger beschäftigt: Wie lange hält der Abwärtstrend noch an?

(Mit Material von dpa-AFX)