Commerzbank vor Zahlen: Überraschendes Kaufsignal sorgt für Kurssprung

Commerzbank vor Zahlen: Überraschendes Kaufsignal sorgt für Kurssprung
Foto: Bloomberg/Kontributor/GettyImages
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Fabian Strebin Heute, 07:23 Fabian Strebin

Die europäische Bankenbranche setzte gestern zu einem neuen Höhensprung an. Ausschlaggebend waren überraschend gute Zahlen der italienischen UniCredit. Das sorgte auch bei der Commerzbank, die morgen ebenfalls ihr Zahlenwerk präsentiert, für einen Kursschub.

Die Aktien der UniCredit haben nach starken Gewinnzielen der Italiener bis 2030 gestern ein Rekordhoch erreicht. Zudem kamen die Ausschüttungspläne der italienischen Bank, die knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile hält, am Markt gut an.

Die Aktien zogen die gesamte europäische Bankenbranche mit, die sich von ihrem jüngsten Rückschlag vom Hoch seit 2008 erholte. Die Papiere der UniCredit gewannen bis zu 5,6 Prozent auf 78,05 Euro und damit den höchsten Stand seit 2009.

Die Anteile der Commerzbank kletterten an der Dax-Spitze um mehr als vier Prozent auf 35,45 Euro. Damit näherten sich die Commerzbank-Aktien wieder ihrem Mehrjahreshoch von 38,40 Euro aus dem Sommer vergangenen Jahres.

Die UniCredit war im September 2024 als Großaktionärin bei der Commerzbank eingestiegen. Inzwischen hat sie ihre Beteiligung über echte Aktien auf mehr als 26 Prozent ausgebaut. Zusammen mit Finanzinstrumenten hat sie Zugriff auf mehr als 29 Prozent der Anteile. Ab 30 Prozent müssten die Italiener ein Übernahmeangebot für die übrigen Commerzbank-Aktien abgeben.

Die Commerzbank dürfte morgen einen Gewinnrückgang für 2025 melden. Nach einem Überschuss von 2,68 Milliarden Euro 2024 dürften aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen nun 2,53 Milliarden Euro zu Buche stehen. Überraschungen nach oben sind natürlich immer denkbar.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Die Commerzbank hat gestern mit Schwung die 50-Tage-Linie bei 34,91 Euro zurückerobert und damit ein Kaufsignal vor Zahlen generiert. Investierte Anleger bleiben daher an Bord, Interessierte warten das Zahlenwerk ab.

Mit Material von dpa-AFX.

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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

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