Seit Monaten befindet sich die Nordex-Aktie in einem stabilen Aufwärtstrend und hat sich auf Jahressicht etwa verdreifacht. Am Dienstag zählt der Turbinenbauer allerdings zu den schwächsten Werten im MDAX und notiert im frühen Handel rund drei Prozent tiefer. Eine Abstufung der Citigroup drückt auf die Stimmung.
Die Markterwartungen an Nordex seien zwar gering und würden durchaus noch Spielraum bieten, so Analyst Vivek Midha. Allerdings würden seine eigenen Prognosen für den Gewinn 2027 rund 26 Prozent über dem Konsens liegen. Er hob deshalb zwar sein Kursziel von 20 auf 37 Euro an, gleichzeitig stufte er die Aktie aber von „Buy“ auf „Neutral“ ab. Das aktuelle Bewertungsniveau erscheine ihm selbst bei seinen eigenen bullishen Annahmen recht angemessen, erklärte Midha.
Nordex wird seine Bücher in zwei Wochen, am 25. Februar, öffnen. Für das vierte Quartal erwarten die Experten für den Turbinenbauer einen Umsatz von 2,50 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBITDA von 278 Millionen Euro – das entspricht einer Marge von 11,1 Prozent. Unter dem Strich sollen auf bereinigter Basis 141 Millionen Euro übrigbleiben. Für das Gesamtjahr würden sich so ein Erlös von 7,53 Milliarden Euro und ein EBITDA von 604 Millionen Euro geben. Unter dem Strich könnte es mit 243 Millionen Euro erstmals seit Jahren wieder einen signifikanten Gewinn geben – im Vorjahr waren es zumindest auch schon plus 28 Millionen Euro.
Nordex ist auf dem richtigen Weg. Viele Aufträge und vor allem deutliche Fortschritte bei der Marge haben dafür gesorgt, dass sich die Aktie des Turbinenbauers seit Monaten glänzend entwickelt. DER AKTIONÄR ist überzeugt, dass nach wie vor positive Überraschungen möglich sind – und damit auch an der Börse noch Luft nach oben bleibt. Die Aktie steht vor den Zahlen entsprechend weiter auf der Kaufliste.
Heute, 08:54