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06.11.2020 Fabian Strebin

Commerzbank nach Verlust: Kommt eine Kapitalerhöhung, um den Umbau zu finanzieren?

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Commerzbank

Nach Zahlen stürzte die Aktie der Commerzbank gestern ab. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie der Deutschen Bank hat man keine größere Handelssparte und kann von der Volatilität an den Börsen nicht profitieren. Stattdessen bleiben die negativen Effekte wie Kreditausfälle und sinkende Margen. Zudem drücken die Niedrigzinsen weiter auf den Gewinn. Das Urteil der Analysten hat sich wenig geändert.

Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für die Commerzbank-Aktie nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 4,90 Euro belassen. Das dritte Quartal der Bank habe den Erwartungen weitgehend entsprochen, so Analystin Martina Matouskova. Die Aufmerksamkeit sei weiterhin auf den Start des neuen Vorstandsvorsitzenden gerichtet.

Zielkurs von fast fünf Euro

Das trifft in etwa die Konsens-Meinung. Der Großteil der Analysten hat sein Urteil nach Zahlen nicht geändert, da die Erwartungen in etwa erfüllt wurden. Die meisten wollen abwarten, bis zum Jahreswechsel der neue CEO kommt. Von 27 Analysten würden sieben bei der Aktie zugreifen, weitere sieben verkaufen und 13 dabeibleiben. Der durchschnittliche Zielkurs beträgt 4,96 Euro.

Dickes Kapitalpolster dank erhöhter Eigenkapitalquote

Die bisherigen Vorschläge gehen davon aus, dass die Commerzbank 2021 mit dem Abbau von rund 10.000 Stellen beginnt. Die Abfindungen dafür und die Belastungen aus der Corona-Pandemie gehen in die Milliarden. Allerdings hat die Commerzbank mit einer harten Kernkapitalquote von 13,5 Prozent und 370 Basispunkten Puffer über der aufsichtsrechtlichen Mindestvorgabe andererseits auch mehrere Milliarden Euro als Rücklage. Eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Umbaus ist daher vorerst eher unwahrscheinlich.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Die Aktie hat gestern ordentlich einstecken müssen und schloss bei vier Euro. Hier verläuft eine Unterstützungszone, sodass der Kurs heute wieder nach oben drehen könnte. Gelingt das nicht, verläuft die nächste Haltelinie bei 3,80 Euro. Die Aktie eignet sich für risikofreudige Anleger mit längerem Atem. Die Sanierung im kommenden Jahr, oder eine Übernahme, birgt Kurspotenzial. Investierte Anleger bleiben dabei, Neueinsteiger warten ab, ob die Marke von vier Euro hält.

Hinweis auf Interessenkonflikte:


Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


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