Mit Spannung waren die Quartalszahlen des brasilianischen Fintechs Nu Holdings erwartet worden. Denn die große Frage bei der Finanzaktie ist, ob das zugrundeliegende Wachstum gehalten werden kann. Hier konnte der Konzern wieder auf ganzer Linie überzeugen. Am Ende knickte die Aktie aber doch stärker ein.
Im vierten Quartal konnte der Erlös um 45 Prozent auf 4,86 Milliarden Dollar nach oben gefahren werden, der Gewinn legte gar um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 894,8 Millionen Dollar zu. Im Gesamtjahr fuhr man einen Überschuss von 2,87 Milliarden Dollar nach 1,97 Milliarden nach 2024 ein.
Insgesamt bleibt die Dynamik also hoch bei Nu Holdings und das Unternehmen überzeugt auf den ersten Blick. Das gilt auch für die Gesamtkundenzahl, die im vierten Quartal um 15 Prozent auf 131 Millionen stieg. Und das, obwohl das Finanzinstitut nur in Brasilien, Mexiko und Kolumbien tätig ist.
„Ein starkes Quartal auf der Umsatzseite, mit beschleunigtem Wachstum des Kreditportfolios und des Nettozinsertrags“, kommentieren die Analysten von der Citigroup. Allerdings würden höhere Risikokosten und operative Aufwendungen das Bild trüben. Tatsächlich lag die Steuerquote niedriger als erwartet, was den Nettogewinn höher erscheinen ließ.
Somit überwog am Ende doch die Skepsis der Anleger und die Aktie drehte nachbörslich nach anfänglichen Gewinnen stärker ins Minus. Im heutigen Intradayhandel muss sich zeigen, was der Markt daraus macht. Nu hat die Erwartungen größtenteils übertroffen, aber Anleger suchen in einer aktuell angespannten Marktlage das Haar in der Suppe. Investierte Anleger bleiben an Bord.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nu Holdings.
Heute, 07:45