30.08.2016 Werner Sperber

FM: Minen-Aktien haben Nachholbedarf zum steigenden Goldpreis

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Trendthema

Focus Money erinnert an den Niedergang der Aktienkurse von Gold-Unternehmen seit dem Hoch im Jahr 2011. Viele Förderfirmen erwirtschafteten Verluste und fuhren die Produktion teils drastisch zurück, weil die Nachfrage nach Gold zurückgegangen war. Im vergangenen Jahr erreichten die Notierungen von Gold und Minen-Betrieben das Tief und seither geht es aufwärts. Die Gründe dafür sind die politische Unsicherheit und die Käufe von Gold durch die Notenbanken, auch der Europäischen Zentralbank. Die Kurse der Gold-Konzerne reagieren auf Schwankungen des Goldpreises deutlich stärker als der Goldpreis an sich und bislang haben die Minen-Notierungen den stärkeren Abschlag zum Goldpreis noch nicht wieder aufgeholt.

Angesichts des steigenden Goldpreises, der die Marke von 1.300 Dollar je Feinunze von 31,1 Gramm nachhaltig überschritten hat, erscheinen die Aktien vieler Produzenten unterbewertet, da sie teilweise wesentlich kostengünstiger fördern als früher. Die Förderung einer Unze kostet deutlich weniger als 1.200 Dollar. Die meisten Minen verdienen bei einem Preis von mehr als 1.300 Dollar pro Unze schon jetzt ordentlich. Nun steigen die Kurse der Gold-Unternehmen überverhältnismäßig stark zum Goldpreis, so wie sie zuvor überproportional sanken. Aufgrund der starken Schwankungen dieser Aktienkurse rät Focus Money auch zum Kauf von Fonds: Dazu eignen sich der aktiv verwaltete BGF World Gold (WKN 974119), der ebenfalls aktiv gemanagte Pro Aurum Value Flex (WKN A0YEQY) sowie der börsennotierte Gold-Fonds (ETF; WKN ETF091) von Comstage auf den Index NYSE Arca Gold BUGS (Anm. der Redaktion: Basket of 16 biggest Unhedged Gold Stocks; BUGS, also ein Korb von Aktien von Goldkonzernen, die sich vergleichsweise wenig oder gar nicht durch Vorwärtsverkäufe gegen sinkende Goldpreise absichern).