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19.08.2014 Marion Schlegel

DAX-Check: DZ Bank senkt Jahresprognose – wichtige Marken

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Der deutsche Aktienmarkt dürfte dank positiver Vorgaben aus Übersee an seine Erholung vom Vortag anknüpfen. Der Broker IG taxierte den DAX am Dienstagmorgen 0,52 Prozent höher auf 9.293 Punkten. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg seit dem Xetra-Schluss am Montag moderat und die Börsen Asiens legten fast durch die Bank zu. Börsianer verwiesen auf die Hoffnungen auf eine Entspannung der Krise in der Ukraine. Auf Konjunkturseite richten sich die Blicke am frühen Nachmittag auf US-Daten zu Verbraucherpreisen sowie vom Immobilienmarkt.


Ukraine-Konflikt im Fokus
Die DZ Bank hat ihre DAX-Prognose indes per Ende 2014 von 10.200 auf 9.800 Punkte gesenkt. Analyst Christian Kahler begründete diesen Schritt in einer Studie vom Montag mit der Eskalation im Ukraine-Konflikt. Das Aufschwungsszenario der DZ Bank für die Aktienmärkte verschiebe sich dadurch um rund ein halbes Jahr. Auch die DAX-Prognose zur Jahresmitte 2015 wurde nach unten revidiert, und zwar von 10.500 auf nunmehr nur noch 10.200 Punkte.
Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland habe sich soweit zugespitzt, dass ein militärischer Konflikt inzwischen nicht mehr ausgeschlossen werden könne, so Kahler. Zwar geht er davon aus, dass sich die Lage wieder beruhigen wird. Konsequenzen für die Realwirtschaft seien aber bereits spürbar. Auch wenn kein Konjunktureinbruch zu befürchten sei, müssten künftig Abstriche beim Wachstum hingenommen werden. Dies werde sich negativ auf die Gewinnentwicklung der deutschen börsennotierten Unternehmen auswirken.
Sollte die Krise in der Ukraine wider Erwarten militärisch eskalieren, wären auch deutlich niedrigere Kurse nicht auszuschließen, so der Analyst weiter. Er wies aber gleichzeitig darauf hin, dass Aktien im Vergleich mit anderen Anlageklassen wie etwa Anleihen unverändert günstig bewertet seien.


Investiert bleiben
Nach dem bereits freundlichen Handel am Montag zeichnet sich auch für Dienstag ein positiver Start ab. Der DAX hat zuletzt die Unterstützungen bei 9.167 Punkten und 9.243 Zählern zurückerobert. Aus charttechnischer Sicht ist nun durchaus Luft bis in den Bereich von 9.400 Punkten. Anleger bleiben damit weiter auf der Longseite mit dem Schein mit der WKN DZN 253 investiert. Der Stopp sollte bei einem DAX-Stand von 8.990 Zählern platziert werden. 


(Mit Material von dpa-AFX)

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