Die Lage bei Mercedes-Benz bleibt mit der jüngsten Gewinnwarnung angespannt. Konzernchef Ola Källenius will nun die Abhängigkeit vom schwierigen chinesischen Markt senken und den Dax-Konzern wetterfester machen. Wie das gelingen soll, wollen die Schwaben aber erst im Februar mit der Prognose für das nächste Jahr im Detail vorstellen. Zwar wachse der Pkw-Absatz außerhalb Chinas 2026 voraussichtlich auf das höchste Niveau seit dem Vor-Corona-Jahr 2019, sagte Källenius am Mittwoch zur Vorlage der finalen Quartalszahlen. Doch den rasanten Niedergang auf dem chinesischen Markt könne auch das nicht wettmachen. Wie geht es mit der Aktie weiter?
"Die Gewinnwarnung von Mercedes ist alles andere als schön. Ein Hauptgrund ist der starke Rückgang der Verkäufe in China im Q3 von minus 31 Prozent. Bisher hat kein deutscher Autobauer eine Antwort auf den starken Rückgang des China Geschäfts gefunden. Mercedes hat eine große Modell-Initiative eingeleitet, die jetzt Stück für Stück ausgerollt wird."
Die Stuttgarter hatten am Dienstag bereits Eckdaten zum Quartal vorgelegt und ihren Ausblick für die Gewinne in der Pkw-Sparte und damit auch im Konzern empfindlich gestutzt.
„Die Gewinnwarnung von Mercedes ist alles andere als schön. Ein Hauptgrund ist der starke Rückgang der Verkäufe in China im Q3 von minus 31 Prozent. Bisher hat kein deutscher Autobauer eine Antwort auf den starken Rückgang des China Geschäfts gefunden. Mercedes hat eine große Modell-Initiative eingeleitet, die jetzt Stück für Stück ausgerollt wird. Die neue C-Klasse ist dabei ein sehr wichtiger Teil und sie ist bisher sehr gut getestet worden“, sagt Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut gegenüber DER AKTIONÄR.
Neben dem schwachen Chinageschäft rechnet der Konzern im laufenden vierten Quartal auch noch mit höheren Kosten für Rohstoffe und die Modellpflege. Gegenüber dem China-Effekt mache das aber nur wenig aus, sagte Finanzchef Harald Wilhelm. Der Konzerngewinn vor Zinsen und Steuern dürfte 2026 nur noch auf dem Niveau des Vorjahres liegen statt deutlich darüber, wie bisher erwartet wurde. In der Pkw-Sparte wird wohl nur noch eine bereinigte Gewinnmarge von 2 bis 3 Prozent erreicht anstelle der zuletzt angesteuerten 3 bis 5 Prozent.
Heute, 14:23
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