Der Automobilhersteller Mercedes-Benz hat im dritten Quartal mehr verdient als ein Jahr zuvor. Der auf die Anteilseigner entfallende Konzerngewinn erhöhte sich zwischen Juli und September um knapp 28 Prozent auf rund 1,52 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal waren es 1,19 Milliarden Euro gewesen.
Damals hatten jedoch hohe Einmalaufwendungen, unter anderem für den Stellenabbau, das Ergebnis gedrückt. Für das laufende Geschäft zeichnet sich dennoch ein schwierigerer Verlauf ab. Erst am Dienstag hatte der Autobauer seine Jahresprognose nach unten korrigiert. Neben dem verschärften Wettbewerb in China rechnet Mercedes im Schlussquartal mit zusätzlichen Kosten, etwa für Material. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern dürfte 2026 deshalb voraussichtlich nur noch das Vorjahresniveau erreichen. Zuvor hatte der Konzern mit einem deutlichen Zuwachs gerechnet.
Der Quartalsumsatz ging um 4,5 Prozent auf 30,7 Milliarden Euro zurück. Das bereits bekannte Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich auf 1,77 Milliarden Euro. Damit lag es mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum, als 750 Millionen Euro zu Buche standen.
Von Juli bis September setzte Mercedes erneut weniger Fahrzeuge ab. Ausschlaggebend war vor allem die Entwicklung in China: Dort sank der Absatz angesichts des intensiven Wettbewerbs um 31 Prozent. Weltweit lieferte der Konzern 407.200 Pkw aus – acht Prozent weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres. In den Märkten außerhalb Chinas stiegen die Verkäufe dagegen leicht um ein Prozent.
Eine positive Entwicklung verzeichnete Mercedes bei vollelektrischen Autos. Der Absatz batterieelektrischer Pkw nahm im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 61 Prozent zu.
Die Aktie von Mercedes-Benz geriet gestern nach der Prognosesenkung deutlich unter Druck. Das anhaltend schwierige Marktumfeld und der schwache Chart bereiten nach wie vor Sorgen. DER AKTIONÄR rät daher weiterhin von einem Einstieg beim DAX-Konzern ab.
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