09.07.2018 Benedikt Kaufmann

Xiaomi: Börsengang in Bildern

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DAX
Trendthema

Jahre wurde spekuliert, Monate gewartet. Heute war es dann endlich soweit: Xiaomi startete in den Handel. Die Aktie des chinesischen Smartphone Herstellers enttäuschte jedoch. DER AKTIONÄR liefert einen Überblick.

Die Aktien des Börsenneulings fielen am ersten Handelstag um 1,2 Prozent auf 16,80 HK-Dollar. Intraday verlor die Aktie sogar bis zu 5,9 Prozent.

Das Unternehmen ist mit einer Bewertung von 54 Milliarden Dollar an die Börse gegangen. Wesentlich weniger als die Bewertung von 100 Milliarden Dollar, die anfangs einmal im Raum stand. Ein Grund für die niedrigere Bewertung und schwache Performance könnte das milliardenschwere Aktienpaket sein, das Gründer und Vorstand Lei Jun als Bonus erhalten hat. Ein Bonus in Form von Aktienoptionen ist nicht unüblich, wird in der Regel jedoch an Bedingungen geknüpft. Hier gab es jedoch zum einen keine Bedingung, zum anderen kostet das Paket doppelt so viel wie der durchschnittliche Quartalsverlust von Xiaomi.

Insgesamt ist das Unternehmen jedoch auf einem guten Wachstumskurs – sowohl bei den Umsätzen als leider auch bei den Verlusten.

Verantwortlich für die starken Umsätze und etwa die Hälfte der operativen Gewinne ist das Smartphone-Geschäft. Im ersten Quartal verkaufte Xiaomi 27 Millionen Geräte. Den größeren Teil der operativen Einnahmen generiert der Börsenneuling durch zahlreiche Investments.

Das Smartphone-Wachstum der asiatischen Märkte ist aktuell entscheidend. Wichtig bleibt jedoch wie die Expansion nach Europa und Amerika vorangeht. Experten sind angesichts des Handelsstreits insbesondere im Hinblick auf die US-Expansion vorsichtig gestimmt. Angesichts der hohen Qualität und günstigen Preise der Xiaomi-Produkte, hat der Konzern jedoch grundsätzlich gute Wachstumsaussichten.

Mehr zum Xiaomi-Börsengang lesen Sie in der kommenden Ausgabe des AKTIONÄR.

Grafikquelle: Bloomberg, Captain Xiaomi and His Floating Empire, in Charts

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