21.03.2019 Börsen. Briefing.

Wirecard-Aktie: Was hat das zu bedeuten?

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Wirecard
Trendthema

Die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard geriet heute morgen im frühen Handel unter Druck, nachdem die Financial Times erneut einen kritischen Artikel über Vorgänge innerhalb des Unternehmens veröffentlicht hat. Erst gestern sorgte ein neuer SIRF-Report für Verunsicherung. Die Einschläge häufen sich, die Volatilität indes nimmt ab. Was hat das zu bedeuten?

Die britische Financial Times hat am Donnerstagmorgen einen weiteren kritischen Artikel über Vorgänge bei der Wirecard AG veröffentlicht. Unter dem Titel „Senior Wirecard executives approved transactions in fraud probe“ formuliert das Autoren-Duo Dan McCrum und Stefania Palma, das auch für die ersten, Crash-auslösenden Artikel veröffentlichte, neue Vorwürfe. Im Zentrum steht dabei Vorstandsmitglied Jan Marsalek, ein langjähriger Vertrauter von Konzernchef und Großaktionär Dr. Markus Braun. Die Aktie reagiert mit einem Abschlag von zwei Prozent auf den Bericht – und damit so gut wie gar nicht in Relation zu vorherigen Veröffentlichungen, als deutlich zweistellige Verluste zu beobachten waren.

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Erst gestern sorgte ein neuer Report der Southern Investigative Reporting Foundation – kurz SIRF – für Verunsicherung unter Anlegern. Doch auch er blieb in Relation zu den ersten kritischen Berichten der FT, sowie auch zur Veröffentlichung eines ersten SIRF-Reports im Januar 2018, nahezu wirkungslos mit Blick auf die Kursreaktion. Die im Späthandel am Mittwoch zu beobachtende Kursschwäche könnte vielmehr Ausdruck der allgemeinen Unsicherheit sein, die unter Anlegern des Zahlungsdienstleisters herrscht, nachdem das Unternehmen es bisher versäumt hat die Vorwürfe durch die Vorlage des lang erwarteten Prüfberichts der Compliance-Kanzlei Rajah & Tann zu entkräften.

Dass die Kursausschläge als Reaktion auf neue kritische Berichte, wie die zuvor erwähnten, nur noch einstellig ausfallen, könnte ein Indiz für die Wirksamkeit des Leerverkaufsverbots der BaFin sein, die wegen ihrer Vorgehensweise in der Kritik steht. Insbesondere, weil die Entscheidung womöglich durch einen Hinweis der Wirecard AG selbst getroffen worden sein könnte. Wie DER AKTIONÄR Sonntagabend berichtete, fiel die Entscheidung, Leerverkäufe zu verbieten, unmittelbar im Anschluss an einen Hinweis der Staatsanwaltschaft München.

Unter dem Strich zeichnet sich damit trotz weiterhin für einen DAX-Titel überdurchschnittlich hoher Volatilität eine Beruhigung der Kursentwicklung ab. Sollte sich dieser Eindruck bestätigen, wäre das aus Sicht vieler Wirecard-Anleger sicher begrüßenswert.

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Ein Beitrag von Leon Müller, Chief Editor Börsen.Briefing. – dem täglichen Newsletter des Anlegermagazins DER AKTIONÄR (registrieren Sie sich kostenfrei unter www.boersenbriefing.de)

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