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Foto: Wirecard
06.03.2020 Nikolas Kessler

Wirecard-Aktie: Übertriebene Verluste – jetzt zugreifen?

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Die Aktie von Wirecard verliert am Freitagvormittag weitere vier Prozent und nähert sich nach zwischenzeitlicher Erholung wieder dem Zwischentief aus der Vorwoche bei 110,85 Euro an. Schuld daran ist der schwache Gesamtmarkt, der weiterhin unter der Corona-Angst leidet.

Das Coronavirus verbreitet an den globalen Aktienmärkten auch am Freitag Angst und Schrecken. Hierzulande verliert der DAX rund 3,5 Prozent und taumelt in Richtung der 11.500-Punkte-Marke.

Dem kann sich auch die Wirecard-Aktie nicht entziehen – obwohl der Zahlungsabwickler keine negativen Auswirkungen auf das operative Geschäft erwartet. Zu Wochenbeginn hat eine Unternehmenssprecherin die EBITDA-Prognose von 1,0 bis 1,12 Milliarden Euro gegenüber dem AKTIONÄR bestätigt. 

Die Experten bleiben zuversichtlich

Auch die von Bloomberg befragten Analysten sehen bislang keinen Grund, ihre überwiegend bullishen Einschätzungen für die Wirecard-Aktie zurückzuschrauben: 21 Kaufempfehlungen stehen derzeit lediglich sieben Halte- und eine Verkaufsempfehlung gegenüber. Das durchschnittliche Kursziel von 193,48 Euro signalisiert vom aktuellen Niveau aus über 70 Prozent Kurspotenzial.

Mit Kurszielen von 220 beziehungsweise 270 Euro trauen die Experten von Kepler Cheuvreux und Hauck & Aufhäuser dem DAX-Titel sogar noch deutlich mehr zu. Beide haben ihre Kaufempfehlungen erst in den vergangenen Tagen erneuert (DER AKTIONÄR berichtete).

Wirecard (WKN: 747206)

Anleger, die auf den Befreiungsschlag durch den KPMG-Bericht Ende März oder zumindest auf eine Rückbesinnung auf das starke operative Geschäft spekulieren, sollten sich von den aktuellen Verlusten nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ihnen bietet der Rücksetzer eine Chance zum verbilligten (Nach-) Kauf. Auch die Comeback-Wette des AKTIONÄR läuft unverändert weiter.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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