31.03.2017 Thorsten Küfner

Wer sind die Short-Verkäufer bei K+S?

-%
K+S
Trendthema

Hedgefonds, die auf steigende Kurse spekulieren, sind spätestens seit dem Kursverfall bei Aurelius wieder in den Fokus der Anleger gerückt. Dabei ist die Beteiligungsgesellschaft gar nicht der derzeit am stärksten geshortete Wert in Deutschland. Denn dies ist mit großem Abstand die Aktie von K+S.

So beläuft sich der Anteil der leerverkauften Aktien laut der Website shortsell.nl auf satte 17,8 Prozent. An zweiter Stelle folgt Heidelberger Druck mit 11,9 und an dritter Position Wirecard mit 11,1 Prozent.

Die größte Short-Position beim Düngemittel- und Salzhersteller hält mit 2,2 Prozent derzeit ein Fonds namens Two Creeks Capital Management. Stark auf fallende Kurse setzen indes auch die Emerging Sovereing Group (1,8 Prozent), Corvex Management (ebenfalls 1,8 Prozent) sowie Marshall Wace, WorldQuant und Citadel Europe mit jeweils 1,3 Prozent.

Ein heißes Eisen
Die hohe Quote an Leerverkäufern zeigt auf, welch eine riskante Aktie K+S ist. Andererseits kann eine starke Positionierung von Investoren auf der Short-Seite im Falle eines Kursanstieges auch recht schnell einen Short-Sueeze auslösen, bei dem sich die zahlreichen Shorties dann schnell mit Aktien eindecken müssen und dadurch die Kurse rasch nach oben treiben. So war etwa zuletzt bei Lufthansa oder einige Monate vorher bei Bilfinger zu sehen, dass deutliche Kursanstiege meist genau mit Eindeckungen der Hedgefonds zusammenfielen.

Letztlich bleibt es aber dabei: Die Aktie von K+S ist derzeit ausnahmslos für spekulative Anleger geeignet. Welche Aktien hingegen sehr gut zur langfristigen Geldanlage geeignet sind, erfahren Sie hier.