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Wegen Grönland: Trump verhängt Strafzölle – diese Länder trifft es

Wegen Grönland: Trump verhängt Strafzölle – diese Länder trifft es
Foto: Julian Mezger/ChatGPT-generiert
Jan-Paul Fóri 17.01.2026, 18:55 Jan-Paul Fóri

Donald Trump zündet die nächste Eskalationsstufe in der Debatte um Grönland. Der US-Präsident kündigte am Samstag überraschend neue Strafzölle gegen Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland an. Damit will Trump abermals die Weltordnung nach seinen Spielregeln gestalten.

Vom 1. Februar 2026 an sollen die Abgaben zehn Prozent betragen, ab Juni dann 25 Prozent, falls Dänemark einem Verkauf der arktischen Insel an die USA nicht zustimmt. Trump begründet seine umstrittene Maßnahme mit der nationalen Sicherheit der USA. 

„Wir haben Dänemark sowie alle Länder der Europäischen Union und andere seit vielen Jahren subventioniert, indem wir ihnen keine Zölle oder andere Formen der Vergütung in Rechnung gestellt haben. Jetzt, nach Jahrhunderten, ist es an der Zeit, dass Dänemark etwas zurückgibt — der Weltfrieden steht auf dem Spiel! China und Russland wollen Grönland, und Dänemark kann dagegen rein gar nichts tun.“ 

Jüngst hatten Deutschland, Frankreich und andere EU-Länder die US-Forderungen zurückgewiesen und Grönland ihre Unterstützung zugesichert. Damit zogen diese NATO-Staaten die Wut Trumps auf sich. So heißt es in dem Post des US-Präsidenten weiter:

„Zu allem Überfluss sind Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Finnland nach Grönland gereist, aus unbekannten Gründen. Dies ist eine äußerst gefährliche Situation für die Sicherheit, den Schutz und das Überleben unseres Planeten. Diese Länder, die dieses sehr gefährliche Spiel spielen, haben ein Risikoniveau geschaffen, das weder tragbar noch nachhaltig ist.“

Aus der Sicht des US-Präsident ist es daher „zwingend erforderlich, dass zum Schutz des globalen Friedens und der Sicherheit starke Maßnahmen ergriffen werden, damit diese potenziell gefährliche Situation schnell und ohne Zweifel beendet wird. Ab dem 1. Februar 2026 wird für alle oben genannten Länder (Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Finnland) ein Zoll in Höhe von 10 Prozent auf sämtliche Waren erhoben, die in die Vereinigten Staaten von Amerika geliefert werden. Am 1. Juni 2026 wird dieser Zoll auf 25 Prozent erhöht.“ 

AKTIONÄR-Experteninterview

Warum ist die größte Insel der Welt plötzlich geopolitisch so brisant? Im Interview erklärt Sicherheitsexperte Dr. Patrick Keller (DGAP), weshalb Grönland für die USA von enormer strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung ist – von Militärstützpunkten und Raketenabwehr bis hin zu Rohstoffen und neuen Handelswegen.

In der neuen Handelswoche dürfte der DAX wegen der neuen Zölle unter Druck geraten. Beim Online-Broker IG fällt die DAX-Indikation am Samstagabend um 0,9 Prozent auf 25.123 Punkte. 

Der Grund für den Rücksetzer: Die Zölle treffen vor allem deutsche und skandinavische exportabhängige Wirtschaft empfindlich: Maschinenbauer, Autohersteller und Chemiekonzerne könnten die Leidtragenden eines neuen Zollkriegs werden. Für Trump dürfte das Kalkül klar sein – mit neuen Zöllen will er Dänemark und andere Länder an den Verhandlungstisch zwingen.

DAX (WKN: 846900)

Trumps Zolldrohung dürfte dem DAX am Montag einen Dämpfer verpassen. Allerdings ist fraglich, wie lange der Präsident den Druck aufrecht erhält. Etliche Male ist er in Konflikten zurückgerudert. Folglich stehen die Indizes auf Rekordhochs. DER AKTIONÄR setzt in seiner neuen Ausgabe auf "Trump on fire" und analysiert, wie bis Ostern für Anleger bis zu 100 Prozent drin sind. Zum E-Paper gelangen Sie hier.

DA 04/2026
Quelle: Börsenmedien AG

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