Trump im Angriffsmodus: Fed‑Chef, Iran und Grönland im Visier

Trump im Angriffsmodus: Fed‑Chef, Iran und Grönland im Visier
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Jan-Paul Fóri Heute, 08:32 Jan-Paul Fóri

Donald Trump hat in den vergangenen Tagen erneut für Schlagzeilen gesorgt. So bekräftigte der US-Präsident seine Gebietsansprüche auf Grönland, drohte dem Iran offen mit einem militärischen Eingreifen – und nahm zugleich Fed-Chef Jerome Powell erneut ins Visier. Die Folge: Turbulenzen an der Börse.

Um Donald Trump wird es nicht ruhiger. Im Gegenteil: 2026 sorgt der US-Präsident weltweit für Turbulenzen. Schon am 3. Januar ordnete seine Regierung einen groß angelegten Militäreinsatz in Venezuela an, bei dem Präsident Nicolás Maduro und seine Frau gefangen genommen und außer Landes gebracht wurden (DER AKTIONÄR berichtete). Während Maduro sich nun in New York vor Gericht verantworten muss, schmiedet Trump bereits Pläne, um die enormen Ölreserven des Landes für die US-Konzerne zugänglich zu machen.

Jüngst drohte Trump zudem den Iran mit einem Militäreinsatz, falls die dort anhaltende Gewalt gegen Demonstranten nicht beendet würden. Seit Tagen gibt es Teheran massive Proteste gegen die Regierung, die vom Regime gewaltsam niedergeschlagen werden. Zunächst scheinen der Iran und Trump jedoch eine diplomatische Lösung anzustreben: „Der Iran wolle verhandeln“, sagte der US-Präsident. Zugleich warnte er jedoch, dass die USA „vielleicht vorher handeln“ müssten. Im Klartext: Das Weiße Haus erwägt Militärmaßnahmen, Cyberangriffe und gezielte Unterstützung der iranischen Opposition mit Satelliteninternet – wofür Trump direkt Elon Musk und dessen SpaceX ins Boot holen will. Damit rückt Starlink, der Satelliteninternet-Dienst des Tech-Milliardärs erneut Rampenlicht.

Grönland – Trump gibt nicht auf

Während die US-Regierung noch über das weitere Vorgehen im Iran berät, droht Trump derweil im Norden mit einem ganz anderen „Deal“. Sein Interesse an Grönland – und den dortigen Rohstoffen – wird zunehmend aggressiv. Er spricht offen von „Erwerb statt Pacht“ und soll laut Berichten sogar Einmalzahlungen von bis zu 100.000 Dollar pro Einwohner ins Spiel gebracht haben, um die Zustimmung der Bevölkerung zu erkaufen. Dänemark und Nuuk reagieren empört, europäische NATO-Partner warnen vor einem Bruch westlicher Solidarität.

Doch hinter den spektakulären Schlagzeilen steckt auch wirtschaftliches Kalkül: Grönland beherbergt bedeutende Vorkommen an Seltenen Erden – strategische Rohstoffe für Batterien, Windturbinen und Hightech-Produkte. Sollte Trump ernst machen, könnten Bergbaukonzerne wie Lynas Rare Earths, MP Materials oder NioCorp von einem geopolitisch motivierten Run auf diese Ressourcen profitieren.

Doch Grönland ist auch reich an Öl- und Gasvorkommen. Laut einer Studie der Zivilbehörde US Geological Survey könnten in Gewässern um Grönland bis zu 52 Milliarden Barrel Öläquivalent liegen.

Fed-Chef Jerome Powell unter Dauerbeschuss

Parallel geht der Machtkampf zwischen Trump und Fed-Chef Jerome Powell weiter. Nachdem das Justizministerium dem Notenbanker Vorladungen zugestellt hatte, sprach Powell offen von einem „Einschüchterungsversuch“ – ein ungeheuerlicher Vorgang, der die Unabhängigkeit der Federal Reserve infrage stellt. Der Vorwurf: Im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank soll Powell vor dem US-Senat Falschaussagen getätigt haben.

Die New York Times meldete unter Berufung auf informierte Kreise, dass sich die Ermittlungen sowohl auf eine Auswertung von Powells öffentlichen Aussagen als auch auf eine Überprüfung der Kosten des umfangreichen Renovierungsprojekts erstreckten. Die Genehmigung für die Untersuchung habe Bezirksstaatsanwältin Jeanine Pirro erteilt, die als enge Vertraute von Donald Trump gilt.

Das Trump den Fed-Chef loshaben will und auf Zinssenkungen drängt, um Konjunktur und Börsen zu befeuern, ist kein Geheimnis.

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